Entscheidung auf GUt Neuenhof

Bericht und Impuls von Henrik Wiemer.


48 Golfer trafen sich zum vorletzten Turnier des Jahres im Leading Golfclub Neuenhof. Wieder waren einige Golfer von auswärts angefahren. Hatte es am Tag vorher noch teils kräftig geregnet, schlug der erste Flight bei blauem Himmel und Sonnenschein ab. Die Temperaturen waren auf angenehme 18 Grad gefallen und alle Umstände bestens. Der Platz erholt sich zusehends von der Trockenheit des Sommers.


Zum Impuls beim Frühstück war das Clubhaus schon gut gefüllt. Ca 20 Leute verfolgten das Thema "Entscheidungen - in Golf und Leben", den ich unten nochmals als Lektüre empfehle. Mit der Frage: Was waren deine drei wichtigsten Entscheidungen in deinem Leben?“ ging es dann in Dreier-Flights auf die Runde.


Das Golfspiel und die äußeren Bedingungen waren durchweg angenehm, was sich auch positiv auf den Score einiger Spieler auswirkte. So gab es dann auch einige Unterspielungen, die Marc Cullingford bei der sehr gut besuchten Siegerehrung würdigte. Viele waren bis zum Schluss geblieben und unterhielten sich gut. Der Bruttosieg ging an Marion Strotmann bei den Damen und Markus Schwiersch bei den Herren. Den „Longest Drive" gewannen bei den Damen Susanne Wiemer und bei den Herren Markus Schwiersch. Den "Nearest to the Pin“ gewann Stefan Gall. Ergebnisdetails wie gewohnt auf den üblichen Portalen wie golf.de.


Der Ichtus Saisonabschluss findet dann in drei Wochen am Samstag, den 13.Oktober, statt. Die ersten Spieler haben sich gleich im Anschluss schon wieder angemeldet. Wir sind gespannt, wer den Reisegutschein für die Portugalreise im Frühjahr gewinnen wird. Eintrag in den Newsletter nicht vergessen!! - Fotos und Impuls hier folgend...



Entscheidungen - Impuls von Henrik Wiemer

Lasst uns über Entscheidungen reden. Ich bin gefragt worden, ob ich diesen Impuls halten kann. Diese Entscheidung musste ich treffen. Ich habe Ja gesagt. Irgendwann habe ich noch ein anderes Mal Ja gesagt und bin seitdem mit Susanne verheiratet - eine noch bessere Entscheidung.

Das ganze Leben besteht aus Entscheidungen. Als Golfer wissen wir, dass unsere Entscheidungen da draußen oft über Sieg oder Niederlage entscheiden. Ich möchte euch von den drei besten Entscheidungen meines Lebens erzählen und kurz wie ich zu Ichtu‘s kam.

1. Ich habe meine Frau geheiratet.

2. Ich habe mit dem Golfen angefangen.

3. Ich habe angefangen, bewusst und aktiv als Christ zu leben - Jesus in mein Leben hinein zu lassen.


Das erste Ereignis, meine Frau zu heiraten, ist nun schon fast 25 Jahre her. Die Entscheidungen zwei und drei, waren - das ist interessant - fast zeitgleich. Meine Frau hatte die Entscheidung getroffen, mir zum 40. Geburtstag einen Platzreifekurs zu schenken. Mit den Jahren flog der Golfball immer besser und wir trauten uns langsam, damit unter die Leute zu gehen.


Dazu kam, dass der Gedanke, die wichtigen Dinge in unserem Leben zu verbinden, naheliegend war. Ich habe mich im Internet auf die Suche nach Christen gemacht, die auch im Golf eine Leidenschaft entdeckten hatten, so wie ich. Dabei stieß ich auf Ichtu’s: www.ChristenimGolfsport.de

Nachdem ich an zwei Turnieren teilgenommen hatte, habe ich Karsten (Gründer von Ichtu’s) gefragt, ob er nicht mal einen wirklich schönen Platz spielen wollte. So kam diese Serie nach Fröndenberg, erfreut sich wachsender Beliebtheit und unsere Clubmanagerin, Alexandra Fels, hat auch für 2019 - das 3. Jahr der Turnierserie - ihr Okay signalisiert.


Entscheidungen

Karsten hat hier mal eine Impuls über die Begriffe „see-feel-trust“ gehalten.

see - Ich sehe die Situation, Balllage, Entfernung, Wind, Wetter, ... usw. und treffe aufgrund meiner Erfahrungen eine Entscheidung: z.B. Eisen 9, voller Schwung

feel - Ich versuche die Entscheidung in Gedanken Umzug setzen - zu fühlen - die Bewegung - wie schnell ich schwinge, die Kraft.

trust - Die Entscheidung ausführen, so gut ich es kann - ganz im Vertrauen und ohne Zweifel.


Was dann daraus wird, ist tatsächlich erst einmal sekundär. Ist der Ball in der Luft, kann ich das Geschehen eh nicht mehr beeinflussen.

Ihr kennt das sicher. Man steht vor seinem Ball, hat sich für einen Schläger entschieden und fühlt sich mit den getroffenen Entscheidungen gut. Dann kommen die Gedanken. Mensch, der Gegenwind! Bloß nicht zu kurz bleiben, locker bleiben… Das Denken beginnt - ja, man zweifelt. Das Vertrauen ist weg. Und es kommt wie es kommen musste: der Ball wird in den See gehackt.


Bernhard Langer hat mal gesagt: „Lieber eine falsche Entscheidung, aber konsequent durchgezogen, als eine richtige Entscheidung zweifelnd.“ Oder wie in meinem Fall: Lieber das zu kurze Eisen gut und locker durchgeschwungen, als das richtige Eisen ängstlich in den See gehackt.

Recht hat er, der Bernhard. Wie in so vielen Dingen. Beim letzten AK 50 Mannschaftsspiel sagte mein Flightpartner. der Bernhard Langer, das wäre so ein richtiges Idol für ihn. So lang, so gutes Golf - und das alles ohne Skandale. - Bernhard Langer hat das Vorwort zu den Birdiebooks geschrieben, die wir allen Neuen verschenken. Er ist bekennender Christ.


Eine Sache, die mich beim Golfen schon von Anfang an fasziniert, ist, dass ich so viel auch für mein Leben lernen kann. Ich kann mich noch erinnern, wie wir erstmalig mit unseren großen, damals noch kleinen Töchtern beim Jugendtraining waren. Der Pro kam und gab jedem Hand - und bestand dabei auf Augenkontakt. Da wurden Werte vermittelt – Basics! Das hat uns überzeugt.


Und auch heute noch. Den Satz: „Spiel mit jemanden eine Runde Golf und du kennst seinen Charakter!", kennt jeder Golfer - Das Beste daran: Er ist wahr. Allerdings erzählt uns die Runde Golf nicht nur etwas über die anderen, sondern das Golfen verrät auch ganz viel über mich!


Was mich betrifft: Kann ich mich konzentrieren? Wie reagiere ich unter Druck? Brauche ich Ausreden? Was bin ich bereit einzusetzen? Wie verhalte ich mich, wenn es läuft? Wie wenn nicht? Bin ich dankbar? Was ist mir wirklich wichtig?


Und letztendlich: Was ist mir wichtig im Leben? Wie definiere ich mich? Wer bin ich? Was bin ich? – Zu allen diesen Fragen kann ich beim Golfen etwas lernen. Ich muss es allerdings zulassen und die Entscheidung treffen, diese Fragen an mich heranzulassen.

Vor drei Wochen wurden unsere Grüns aerifiziert. Eine Woche später war hier das AK 50 Ligaspiel. Ihr hättet mal hören sollen, wie da über die Grüns geschimpft wurde. Dabei ist es doch immer wieder interessant, dass es Golfer gab und gibt, die damit so gar keine Probleme haben. Sie haben allesamt besser gespielt als die, die gemeckert haben.

Wie lautet eine andere, alte Golfweisheit: „Golf spielt man gegen den Platz, gegen das Wetter und gegen… - genau, gegen sich selbst.“ Golfen ist Kopfsache. Ich frag mich manchmal, warum wir Menschen so verbissen sind.


Übrigens. Was ist das schönste Geräusch beim Golf? Antwort: Wenn der Ball ins Loch fällt. Und warum? Weil wir am Ziel sind. Wir Menschen wollen ans Ziel kommen. Wir brauchen Ziele. Als Golfer wollen wir den Ball mit möglichst wenig Schlägen ins Loch befördern. Wie? Das ist fast egal.


Auf unserer markanten Bahn 17 habe ich schon alles gesehen. Am Abschlag benutzen Golfer unterschiedlichster Spielstärke vom Pitching Wedge bis zum Driver alles. In Sachen Score war vom Hole in One bis zum zweistelligen Ergebnis auch schon alles dabei. Ich habe Bälle fliegen sehen und solche, die auf ihrem Weg zum Grün wirklich jeden Grashalm berührt haben. Eine großartige Bahn! Ich liebe sie, andere hassen sie.


Das Ziel beim Golfen ist wie gesagt, mit so wenig Schlägen wie möglich in das Loch zu kommen. Man kann sagen, das Spiel ist am Ergebnis orientiert. Ich finde das super! Das ist einfach und verständlich und diesen Gedanken kann ich mitnehmen in meinen Alltag. Ich brauche ein Ziel. Nicht verbissen, aber ein Ziel. Ich brauche eine Haltung.


Komisch ist nur, dass da draußen in der Welt - ich arbeite als Journalist - ganz viele Leute oft genau das Gegenteil behaupten, wenn sie sagen: "Der Weg ist das Ziel.“

Interessant, oder? Das erzähle mal jemanden, der sich beim Zählspiel durchs Unterholz hackt: „Entspann dich! Der Weg ist das Ziel!“ – Da ist man gut beraten nicht in der Reichweite seines Schlägers zu sein.



Neulich im Ligaspiel. Da hat jemand eine super Runde gespielt. Dann landete sein Ball im Unterholz. Statt einen Strafschlag zu nehmen, versuchte er aus dem Unterholz herauszukommen. Zu allem Überfluss sprang der Ball von einem Ast noch ans eigene Bein. Alles in allem hat ihn das 6 Schläge gekostet. Als er endlich aus dem Wald heraus war, lag er zu allem Überfluss im Bunker. Der Tag war für ihn gelaufen. Sein ganzer Score ist danach auseinander gebrochen. Eine falsche Entscheidung und alles ist kaputt. - Der Weg ist das Ziel?


Nach einem verschobenen Putt aus 20 cm weiß jeder Golfer, dass das so nicht stimmen kann. Übrigens: Auch im richtigen Leben stimmt das nicht. Der Weg ist definitiv nicht das Ziel. Das sagt nur jemand, der das Ziel nicht kennt, nicht weiß wohin er muss. "Der Weg ist das Ziel“, das sagt jemand, der sich verlaufen hat.


Ich für meinen Teil habe Vorstellungen, Wünsche und Ziele - auf dem Platz zum Beispiel will ich definitiv mit meinem Ball ins Loch! Ich habe ein: „Da will ich hin." Kleine Bemerkung am Rande: Die Bibel sagt, das Ende wird gekrönt.


Wenn wir auf dem Platz nicht weiterkommen, wen fragen wir dann? Jemanden der so einen Slice haut wie wir? Nein, wir gehen zum Fachmann, fragen unseren Pro. Im Alltag handhaben wir das leider etwas anders. Wir lassen uns nur selten etwas sagen. Manchmal trauen wir uns erst gar nicht zu fragen. Besonders wir Männer wollen unsere Probleme alleine lösen.


Letztens hatte ich ein Gespräch mit einem Drogensüchtigen. Er wollte einen Euro. Ich sagte ihm, er bräuchte keinen Euro, erbrächte ein neues Leben. "Was weißt du denn schon, was ich brauche!“, antwortete er. Den Euro hat er trotzdem genommen. Ob er ihm hilft steht auf einem anderen Blatt.


Wenn die kostbare, manuelle Armbanduhr an deinem Handgelenk nicht funktioniert, wohin gehst du dann? Zum Bauarbeiter auf der Straße mit dem großen Bagger, oder zum Landwirt am Ende der Straße. Das sind alles Spezialisten – aber auf ihrem Gebiet. Helfen können die uns nicht.


Wohin gehst du? Zum Uhrmacher, zu dem der die Uhr gemacht hat. Und wir Menschen? Warum tun wir uns damit so schwer, zu dem zu gehen, der uns erschaffen hat. Aber genau das sollten wir machen, wenn wir uns wieder durch unser privates Unterholz hacken, oder nicht aus dem Sandbunker unseres Lebens kommen. Es gibt da einen ganz persönlichen Pro, den Schöpfer des Universums und des Menschen.


Der Weg ist nicht das Ziel. Das würde ein ständiges Rennen, ständiges Suchen, ein niemals Ankommen zur Folge habe. Wie im Hamsterrad. Der Mensch brauch ein Ziel, ansonsten irrt er durchs Leben.

Ich war es selbst irgendwann leid, ständig zu suchen, ständig zu laufen. Vor 11 Jahren habe ich mich finden lassen. Jesus hatte mich gerufen und gefunden, und ich habe die Entscheidung getroffen, seine Einladung anzunehmen, mich ihm anzuvertrauen. Ich habe ja gesagt. Ich bin angekommen. Am Ziel.


Hier ein paar Fragen für dich: Was waren bisher deine drei wichtigsten Entscheidungen in deinem Leben?


Ein Anmerkung noch zum Schluss, der mich wichtig ist: Ich möchte hier keine Werbung machen für eine Religion, oder Konfession. Ich spreche von einer Person, von einem lebendigen Gott, der sich in Jesus Christus persönlich erfahrbar gemacht hat.

Schönes Spiel !


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