Wasser des Lebens

July 16, 2019

Als ich angefangen hatte, mir Gedanken über diesen Impuls zu machen, saß ich im Wohnzimmer, Rollos runter, denn die Temperaturen waren extrem hoch. In ca. 3 Meter Distanz stand ein „elektronischer Gegenwind“ (ca. 2 Schlägerlängen stark) sowie reichlich Wasser zu meiner Linken.

Da passte es, dass die Stiftung Warentest am Tag davor erklärte, dass unser Wasser aus dem Wasserhahn als Trinkwasser ganz okay sei und als solches nur 2€ jährlich kosten würde - ein Schnäppchen entgegen der 70€, die wir für Wasser ausgäben, würden wir es in Flaschen kaufen! Auch so kann man ein Greenfee sparen.

Der jährliche Weltwassertag am 22.3. findet jedes Jahr unter einem anderen Motto statt. 2005 lautete es „Wasser für das Leben“ – meinerseits ein paar Gedanken zum Wasser des Lebens.

Ein paar Fakten zum Wasser:

  • Sauberes Trinkwasser ist ein UN-Menschenrecht.

  • Von den 70% Wasser, die die Erde bedecken, sind nur 1% trinkbares Süßwasser.

  • Dass du und ich zu 60% aus Wasser bestehen, ist ein ernüchternder Gedanke, wenn man das in Relation setzt zum reinen Materialwert des Menschen.

  • Weltweit fließen 80 Prozent des städtischen Abwassers unbehandelt in Flüsse, Seen oder Meere. Wenigstens in Sachen Abwasseraufbereitung sind Deutschland und ein paar andere Nationen Spitze.

  • 1,5 Millionen Kindern sterben weltweit jährlich an verseuchtem Trinkwasser.

  • Das meiste Wasser (70 Prozent) wird weltweit in der Landwirtschaft verbraucht und das fast ausschließlich, um unseren Hunger nach Genuss und Luxus zu stillen.

  • Der Wasserverbrauch für einen 18-Loch-Platz in Mitteleuropa, der während der Sommermonate gewässert werden muss, liegt typischerweise bei etwa 35.000 m³ - also 35 Mio. Liter pro Jahr. Ein Pool von 6 x 3 Metern und einer Tiefe von 1,40 Meter fasst 25.200 Liter Wasser. Das sind 1.388 volle Pools, die wir auf den Golfplatz schütten. 760.000 private Pools gibt es in Deutschland. Wie viele der Besitzer auch Golfer sind, kann ich leider nicht sagen. – Gut verbuchen wir das mal unter „unnützem Wissen“.

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Wasser fürs Leben.

Ja, wir haben schon in der Schule gelernt, dass Wasser überlebenswichtig ist - nicht nur auf Golfrunden bei über 30 Grad und dem Fehlen jeglichen Schattens.

Man könnte meinen, dass das Überwinden von Wasser für uns Golfer oft noch „überlebenswichtiger“ als das Trinken selbst ist. Wenn man so hört, was in einem Golfer vorgeht, der in dem Wissen an den Teich der 18 kommt, dass er puffern oder sich gar unterspielen könnte, wenn…, ja wenn. – An der „19“ angekommen trinken wir zum Trost über die versunkenen Bälle im Teich doch lieber Bier statt Wasser und reden von „Hätte, hätte, Fahrradkette“ an der 18.

 

Es ist unglaublich, welche Anziehungskraft Wasser auf uns Golfer hat. Aber wem erzähl ich das? Jeder kann eine Geschichte zu diesem Thema erzählen: Ins Wasser schlagen, aus dem Wasser spielen, ins Wasser fallen, oder gar geworfen werden, weil man endlich einstellig wurde.

Lasst mich mal eine Brücke schlagen vom Gegenstand des Wassers zu DEM, der es erfunden hat.

 

Wer mich kennt, weiß, dass ich zu denen gehöre, die nicht genug Glauben dafür aufbringen können, dass sich die ganze Entstehung unseres Universums und die auf Millimeter genau berechnete Konstellation des Planeten Erde zufällig so aus dem Nichts ergab. Ich schließe mich den nicht wenigen Wissenschaftlern an, die sagen: „Das alles kann kein Zufall sein!“

Ich gehöre zu denen, die sich diese Welt und das uns bekannte Universum nur erklären können, weil ein Schöpfer ein System geschaffen hat, das Sinn ergibt – von vorne bis hinten, oben bis unten, von links nach rechts. Und ja, in diesem System ist das Wasser von absolut zentraler Bedeutung.

 

Wir können uns ja mal fragen, wie es wohl wäre, wenn wir in der glücklichen Lage wären, kein Wasser mehr trinken zu müssen? Das würde Zeit sparen, manches vereinfachen und auf Golfrunden unter sengender Sonne 3 kg weniger Gewicht im Bag bedeuten.

 

Wir stellen uns die Frage nicht, denn Wasser ist für uns kein lästiges Übel. Wir lassen unser Wasser einfach aus dem Wasserhahn laufen oder wir kaufen es im nächsten Discounter ein. In Sachen Wasser sind wir privilegiert. Wir spielen auf mehr oder weniger grünen Wiesen, die nur deshalb gewässert werden, damit wir uns da draußen körperlich ertüchtigen und an schöner Landschaft satt sehen können.

Was aber würden sich wohl Menschen wünschen, die sich ihr Wasser an zig Kilometer entfernten Quellen oder Brunnen holen müssen? Die gibt es ja auch.

 

Wer, wie viele von uns, die Welt bereist hat, ist sicher an dem einen oder anderen Ort schon mal nachdenklich geworden, wenn er genau solche miserablen Lebensumstände beobachten musste. Aber wir vergessen schnell. Zurück in der Heimat und drei- oder viermal wieder Wasser aus dem Wasserhahn gezapft, sind diese Umstände und die darunter leidenden Menschen schnell in Vergessenheit geraten.

 

Im Neuen Testament wird eine sehr einschneidende Begegnung an einem solchen Brunnen berichtet. Jesus begegnete einer Frau aus Samaria. Eine Begegnung, über die ich stundenlang nachdenken könnte. Lest sie doch einfach mal zuhause im Evangelium des Johannes, Kapitel 4, nach. Hier ein Ausschnitt aus der Begegnung:

 

Es war um die Mittagszeit; müde von der Reise hatte sich Jesus an den Brunnen gesetzt. Seine Jünger waren in den Ort gegangen, um etwas zu essen zu kaufen. Da kam eine samaritanische Frau zum Brunnen, um Wasser zu holen. Jesus bat sie: »Gib mir zu trinken!« Überrascht fragte die Frau: »Wie kannst du mich um etwas zu trinken bitten? Du bist doch ein Jude, und ich bin eine Samaritanerin!« (Die Juden meiden nämlich jeden Umgang mit den Samaritanern.) Jesus antwortete: »Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: ›Gib mir zu trinken‹, dann hättest du ihn gebeten, und er hätte dir Quellwasser gegeben, lebendiges Wasser.« »Herr«, wandte die Frau ein, »du hast doch nichts, womit du Wasser schöpfen kannst, und der Brunnen ist tief. Woher willst du denn dieses lebendige Wasser nehmen? Jesus gab ihr zur Antwort: »Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr durstig sein. Das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm zu einer Quelle werden, die unaufhörlich fließt, bis ins ewige Leben.« –  »Herr, bitte gib mir von diesem Wasser!«, sagte die Frau. »Dann werde ich nie mehr Durst haben und muss nicht mehr hierherkommen, um Wasser zu holen.«

 

Die Frau sehnt sich nach diesem Wasser, von dem Jesus spricht und versteht nicht, dass Jesus von einem anderen Wasser redet als dem, das man aus dem Brunnen schöpfen kann. Erst als Jesus die Metapher Wasser mit dem Leben und Bedürfnissen des Lebens verbindet; es als Antwort auf die Nöte, Sorgen und Sünden, die uns bedrücken versteht, dämmert es ihr, dass Jesus von einem anderen Wasser spricht – dem des Lebens.

 

Jesus weiß von Dingen in ihrem Leben, die Vergebung nötig haben und offenbart sich als der Allwissende, indem er sie darauf anspricht. Reinen Tisch möchte er, dass sie macht und IHM, dem Wasser des Lebens, vertraut. Sie beginnt zu begreifen, dass ihr Bedürfnis nach Erfüllung, ihr ungestillter Durst nach Liebe, Annahme, Vergebung und tiefgehender Zufriedenheit mit Einsicht und Umkehr starten muss.

Jesus bringt es hier auf den Punkt. Wir Menschen haben nicht nur ein Bedürfnis nach Wasser, sondern sehnen uns nach andauernder Erfüllung – eben einer echten und tiefen Zufriedenheit, die uns kein Mensch geben kann. In Wahrheit kommt all das von dem Ewigen, von dem der uns schuf, und aus einer ewigen Welt, die er für uns bereitet hat.

 

Weil Jesus tatsächlich der Mensch gewordene Schöpfer dieses Universums ist, ist er auch der einzige, der deinen und meinen Durst wirklich stillen kann.

Glauben wollen wir Menschen ihm das allerdings eher selten. Wir haben vermeintlich gute Argumente, um das, was die Frau tat, nicht zu tun: glauben und umkehren, neu anfangen. – Warum auch? Wir gehören zudem zu den Privilegierten, den Erfolgreichen, den Starken, zu denen, die sich fast alles leisten können. Wir brauchen kein lebendiges Wasser, denn wir kaufen uns unsere „Erfüllung“ selbst.

Tatsächlich hindert uns oft unser Stolz an der Umkehr zu Gott. Wir müssten bekennen, dass wir Hilfe brauchen und zugeben: „Ja Jesus, nur du kannst meinen Durst nach Leben stillen.“ Wer will schon Schwächen und Fehler zugeben?

 

Manche wollen nicht, weil sie zu bequem sind. Obwohl viele längst ahnen, dass Jesus (nicht Religion oder Kirche) die Wahrheit ist, lehnen sie seine Einladung, zu IHM zu kommen, ab. Oder – was dem gleichkommt – sie ignorieren sein Werben und tun so, als betreffe es sie nicht. Viele zocken lieber in der Hoffnung, dass – sollte es Gott geben und diese Jesus-Sache stimmen – es am Ende schon reichen wird, denn so richtig schlimm hat man es ja nicht getrieben. Nein, es wird nicht reichen! Denn Gott ist kein Spieler, kein Clown, keiner, den man über den Tisch zieht oder mit dem man verhandeln kann. Die Bibel drückt es so aus: „Gott lässt sich nicht spotten!“

Gottes Angebot an uns ist und bleibt: „Nimm mein völlig unverdientes Geschenk der Erlösung in Jesus an. Du wirst es nicht bereuen!“ Diejenigen, die sich entscheiden, Jesus anzunehmen, werden zu Kindern und Erben Gottes. Ein exklusives Angebot Gottes. Warum lässt man so etwas liegen? Nun, wir sind in der glücklichen Lage, dass es uns an exklusiven Angeboten nicht mangelt, die uns vorgaukeln, dass wir auf das Gottes getrost verzichten können.

 

Andere können – das ist sehr tragisch – nicht glauben, dass die Gnade und bedingungslose Liebe Jesu tatsächlich für sie reicht, weil sie sich ihrer Sündhaftigkeit bewusst sind. Sie wissen, dass sie draußen jemand anders sind als zuhause. Sie glauben leider, dass sie zuerst zu besseren Menschen werden müssen, bevor Gott sie annehmen kann. Mit dem aussichtslosen Versuch, sich selbst annehmbarer zu machen und zu fühlen, lassen sie sich paradoxerweise genau das entgehen, wofür Jesus kam: Vergebung ohne Verdienst und Leistung; ohne Aufrechnung des bis dato Vermasselten. Jesus steht für Gnade! Für Mulligan!

 

Andere wollen nicht. Vielleicht auch, weil sie ahnen, dass Jesus keine Bewunderer braucht wie der Dalai Lama, sondern Nachfolger. Weil sie nicht richtig rechnen, scheint ihnen der Preis der Nachfolge und Hingabe an Jesus zu hoch. Denn wer richtig rechnet, der weiß, dass das, was Jesus bietet, weit mehr ist als alles andere – ausnahmslos!

 

Persönlich habe ich sehr viele Menschen kennengelernt, die nicht wirklich etwas ändern wollen an ihrem Lebensstil.  Sie haben Sorge, dass ein Leben in der Nachfolge nicht befreit, wie es Jesus ihnen verspricht, sondern einengt. „Sehr schade!“, denke ich dann.

 

Ähnlich denken wir Golfer, wenn andere sich über uns und unseren Sport lustig machen; wenn sie unsere Einladung ablehnen, es mal zu versuchen mit Golf. Wir wissen sehr genau, was ihnen entgeht, und denken dann auch: „Schade, sie wissen nicht, was ihnen entgeht!“.

 

Die Frau aus Samaria, die diese Begegnung mit Jesus hatte, begriff: „Ich habe nichts mehr zu verlieren, weil ich den gefunden habe, der mehr als genügt. Ich habe es gefunden: „Das lebendige Wasser in Person“.Sie lief zurück in ihr Dorf.

 

Obwohl sie bekannt war für ihren unmoralischen Lebensstil - der dazu führte, dass sie in der Mittagshitze zum Brunnen ging, wenn alle anderen Siesta machten -, hat die Begegnung mit dem lebendigen Gott am Brunnen alle Ängste vertrieben. Die Veränderung in ihrem Leben war so unglaublich, dass die Menschen aufgrund ihres Berichts und ihrer Lebensveränderung merkten, dass sie etwas gefunden hatte, das alles andere übersteigt. – Und ja, man kann Gott begegnen, denn in Jesus begegnet er uns! Heute noch. Im Hier und Jetzt!

 

Ich bin ja auch so einer, der sich entschieden hat, Jesus nicht nur zu bewundern, sondern ihm zu glauben, zu vertrauen und auch zu folgen. Ich habe meinen schweren Krug, den ich immer wieder irgendwie füllen musste, am Brunnen bei Jesus gelassen und das lebendige und Durst löschende Wasser genommen, das er mir angeboten hat. Ich habe ihm geglaubt, dass er es ernst meinte, seine Einladung angenommen und erlebt (erlebe es immer noch), dass er mir meine Schuld nimmt, das, was mich belastet, und mein Leben dann füllt mit Liebe, Geborgenheit und echter Zufriedenheit und Sinn.

 

Wenn wir Jesus erleben und kennen lernen wie er wirklich ist, fällt es uns übrigens nicht mehr schwer, die Dinge in unserem Leben vor ihm auszupacken. Die Dinge, die unser Leben belasten, bestimmen und die uns letztlich so durstig machen nach Vergebung, Freiheit und einem wirklich sinnerfüllten und ewigen Leben.

 

„Folge mir nach!“ Das ruft Jesus jedem zu. „Ich werde deinen Durst löschen, kann es aber nur, wenn du dich entscheidest, mir zu vertrauen.“ Oder wie es an anderer Stelle im Neuen Testament heißt: „Heute, wenn ihr SEINE Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht!“

 

Diese Sache mit dem lebendigen Wasser Jesus ist wirklich eine LEBENSWICHTIGE gute Nachricht. Es erfüllt mich, Menschen zu helfen, diese Quelle zu entdecken, die auch ich entdeckt habe. Jesus sagt in Johannes 7,37-38: „Wer zu mir kommt und an mich glaubt, aus dessen Leib werden – wie die Schrift sagt – Ströme lebendigen Wassers fließen.“

 

Krass. Zuerst nimmt man das lebendige Wasser auf, das Jesus anbietet und wird dann wie die Frau selbst zur Quelle der guten Nachricht.

Das, was du gelesen hast, spricht dich an? Dann schreibe mir gerne über das Kontaktformular.

Du hast die Entscheidung getroffen, Jesus zu dem zu machen, der das Kommando in deinem Leben übernehmen soll, dann behalte es nicht für dich.

 

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