Die Kreuzdiskussion

Wir leben in Bayern. Und wir Bayern sorgen für Schlagzeilen, denn in unserem Bundesland wird es Pflicht, Kreuze im Eingangsbereich öffentlicher Räume aufzuhängen. Eine tolle Steilvorlage, das Thema Kreuz mal in den Mittelpunkt zu rücken. Reden eh grad alle von!

Mir geht es in den paar Minuten dieses Impulses aber nicht um eine Diskussion über den Sinn oder Unsinn einer „söderischen“ Entscheidung.

Wenn wir in diesen Tagen also verstärkt gezwungen werden, uns Gedanken darüber zu machen, ob das Kreuz eher ein kulturelles Zeichen, ein religiöses Symbol oder ein politisches Kalkül ist, ist es ja nicht schlecht, wenn man sich erneut daran erinnert, dass das Kreuz in erster Linie instrumentalisiert wird. – Quatsch! Es wurde instrumentalisiert. Als Folterinstrument nämlich. Genau dadurch erlangte es seine traurige Berühmtheit.

Inzwischen ist das Kreuz aber durchaus eine Art Hassobjekt geworden, was sich auch dadurch nie geändert hat, dass es nicht wenige einfach nur als Schmuckstück um den Hals tragen, oder als Talismann ins Auto hängen. In Italien wurde die Moderatorin Marina Nalesso (öffentlich rechtlicher Sender RAI UNO) schwer angegangen, weil sie eine Kette mit Kreuz trug. In Italien!

Dass das Kreuz zumindest ein riesiger Stein des Anstoßes ist, zeigt sich auch daran, dass man es 2017 in Werbebroschüren von griechischen Kirchen wegretuschierte (LIDL), oder – wie die königlichen Madrilenen von Real, in einem Vertrag mit dem arabischen Großhändler Marka – man sich verpflichtete, das Kreuz in der Krone des Wappens für den Verkauf von Fanprodukten in Saudi-Arabien, Katar und anderen arabischen Ländern zu entfernen.

Sehr verstörend ist die Tatsache, dass sich die obersten Vertreter der Kirchen – wie es eine Journalistin formulierte – dem Islam unterwarfen, als sie im Oktober 2016 ihr Kreuz ablegten, als sie den islamischen Felsendom am Jerusalemer Tempelberg besuchten. Welche Sorge oder Angst steht dahinter, wenn sogar die obersten Repräsentanten nicht mehr zum Kern ihres Glaubens stehen können?

Sie haben vielleicht die Bedeutung dessen vergessen, was der Apostel Paulus sinngemäß mal im Galaterbrief, Kapitel 5 schrieb: „Wenn ich das Einhalten religiöser, jüdischer Riten noch predigen würde, warum leide ich denn dann unter Verfolgung? Dann wäre das Kreuz (gemeint ist das ganze Evangelium von Jesus Christus) kein Grund dafür, dass sich die Menschen so sehr an mir ärgerten, dass sie mir das Leben rauben wollen.“

Was er damit sagen wollte, ist, dass es mit ihm in Sachen Kreuz – und dem, der daran gefoltert wurde, Jesus – keine falsche Toleranz oder faule Kompromisse geben wird. Es wäre für ihn leichter gewesen weiterhin im Sinne jüdischer Traditionen und Lehre zu predigen, denn dann würde ihm keiner nach dem Leben trachten. Er würde den Leuten nach dem Mund reden und alles wäre gut.

Pikant ist ja, dass Paulus selber mal einer von genau denen war, die den Christen das Leben raubten. Als er mit offiziellem Dekret unterwegs war, genau das zu tun, begegnete ihm der auferstandene Jesus mit der Frage: „Warum verfolgst du mich?“ Man könnte auch sagen: „Was habe ich dir eigentlich getan?“

Diese persönliche Begegnung mit diesem Mann am Kreuz wurde in seinem Leben zu einer 180-Grad-Wende. Von Religion, Riten und leerer Tradition hat er sich verabschiedet. Mittelpunkt seines Lebens und seiner Predigt war von nun an eine Person – als stellvertretendes Sühneopfer für die Sünde der Menschen gekreuzigt und im Gegensatz zu allen anderen Göttern und Religionsführern auferstanden. Er lebt und ist erlebbar!

Ich kann mich mit Paulus zwar nicht vergleichen, wenn ich diese Art von Impuls teile, aber ein paar Gemeinsamkeiten gibt es: Ich möchte wie Paulus dafür einstehen, dass es sich lohnt, diesem Jesus eine Chance zu geben und Religion und Riten dafür ad acta zu legen. Wie Paulus habe ich erlebt, wie sich mein Leben um 180° drehte, als ich die Feststellung machte, dass dieser Jesus lebt und kein Relikt einer alten Zeit ist.

Die o.g. Beispiele von der Verleugnung des Kreuzes aus werbetechnischen Gründen oder falscher Rücksichtnahme sind wirklich krass. Da ist das, was Söder mit seinem Erlass an Diskussion losgetreten hat, gar nicht mehr der Rede wert. Der aber, der an diesem Kreuz sein Leben dir und mir zuliebe ausgehaucht hat, ist der Rede wert und bleibt es – auch 2000 Jahre nach diesem historischen Folter-Ereignis.

Es wird sich nicht ändern: Auch nach 2000 Jahren wird man den Mann, der an diesem Kreuz hing, hassen, meiden, leugnen, für nicht existent erklärt, auf die gleiche Stufe mit toten Religionsführern stellen, verwechselt mit Religion und Kirche, usw.

Allerdings – und das ist umso bezeichnender – wird er auch 2000 Jahre nach diesem Opfertod am Kreuz geliebt und verehrt. Von Leuten wie mir, von Professoren, IT Experten, Müllmännern, Unternehmern, Fließbandarbeitern, hohen und niedrigen Handicappern, Schweizern, Deutschen, Filipinos oder Aborigines. Warum? Weil er am Kreuz bewiesen hat, wie sehr er uns Menschen liebt. Egal woher wir kommen, wie wir aussehen, was wir verdienen, wie gut oder schlecht unser Leben gerade läuft – Jesus ist und bleibt Gottes Angebot zur Versöhnung. Nicht als Alternative auf dem Markt der Religionen, sondern einzig und allein und exklusiv.

Jeden Menschen (Golfer inklusive) liebt er so sehr, dass er ihm nicht nur das „Tagesdu“ anbietet. Der König der Könige und Schöpfer des Universums hat seine Liebe dadurch unter Beweis gestellt, dass er sein Leben ließ, um die Strafe zu begleichen, die wir Menschen eigentlich verdient hätten. Jesus starb, um uns ein DU anzubieten, das für die Ewigkeit Gültigkeit besitzt und nicht nur für eine Runde Golf, oder die Momente, wenn wir Menschen im Morast von Sorgen und Leiden versinken und nach jedem Strohhalm greifen.

Ob wir Jesus und sein Angebot der Versöhnung annehmen, liegt übrigens bei uns persönlich. Unsere Mitgliedschaft in irgendwelchen Kirchen regelt da genauso wenig mit Blick auf Errettung und Ewigkeit, wie mein gutes Verhältnis zu Betreibern, Architekten von Golfanlagen, oder deren Managern mir auf der Runde helfen könnte, besser zu golfen, Bunker und Wasserhindernisse auszulassen und am Ende als Sieger gekürt zu werden.

Wenn uns jemand helfen könnte, unsere Golfrunde besser zu meistern, wäre es ein Pro oder ein professioneller Caddie. Jemand also, der in der Lage ist, unsere Fehler zu sehen und zu korrigieren. Jemand, der uns wieder Vertrauen (Glaube) vermittelt, um unser Bestes aus uns und unseren Schwüngen herauszuholen. Jesus als Caddie – diese Analogie habe ich hier schon oft bemüht.

Es gibt einen Bibeltext, den ich im Zusammenhang mit diesem Kreuz und den Auswirkungen, die es haben kann, wenn man diesen Mann am Kreuz in den Blick nehmen würde, zitieren möchte. Er ist beeindruckend und praktisch zugleich. Darin wird mein Blick auf diesen Caddie gerichtet, der meine Schuld ans Kreuz getragen hat, so dass ich im Leben befreit aufspielen kann:

Hebräerbrief 12,2-3: Lasst uns unseren Blick auf Jesus richten, den Wegbereiter des Glaubens, der uns ans Ziel vorausgegangen ist. Weil Jesus wusste, welche Freude auf ihn wartete, nahm er den Tod am Kreuz auf sich, und auch die Schande, die damit verbunden war, konnte ihn nicht abschrecken. Deshalb sitzt er jetzt auf dem Thron im Himmel an Gottes rechter Seite. Wenn ihr also in der Gefahr steht, müde zu werden, dann denkt an Jesus! Wie sehr wurde er von sündigen Menschen angefeindet, und wie geduldig hat er alles ertragen! Wenn ihr euch das vor Augen haltet, werdet ihr nicht den Mut verlieren.

Ich möchte dich einladen, dich diesem Jesus zu stellen – als Person und nicht als Religionsführer, der er nie sein wollte. Wenn du Interesse und Mut hast, dich auf darauf einzulassen und zu überprüfen, was an diesem Jesus dran ist, wird es zu spannenden Entdeckungen kommen.

Nichts würden wir von Ichtu’s lieber tun, als zu helfen, mehr zu entdecken über diesen Glauben an den Jesus der Bibel. Der ist so ganz anders als das, was die meisten glauben, die schlechte Erfahrungen mit Kirche, Religion und Traditionen oder Menschen gemacht haben, die sich zwar auf ihn berufen, ihn aber doch verraten haben, weil sie das nicht leben, was er an Leben für uns bereithält.

Schreib mich gerne an, wenn du Fragen hast oder eine Art Grund- oder Entdeckerkurs in Sachen Jesus machen möchtest: Karsten

Empfohlene Einträge
Beiträge demnächst verfügbar
Bleiben Sie dran...
Aktuelle Einträge
Archiv
Schlagwörter
Folgen Sie uns!
  • Facebook Basic Square

Ichtu's

Christen im Golfsport e.V.

z. Hd. Karsten Gosse

Wermelskirchener Str. 1

42929 Wermelskirchen

Deutschland

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht.

Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an auch@ich-tu.es widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Copyright © Ichtu's – Christen im Golfsport e.V. 2020

Ichtu's Logo