Glück gehabt

March 11, 2018

 

"Sie haben gewonnen!" – Ob per Post oder durch Popups beim Surfen im Internet, andauernd gewinne ich. Irgendwie muss ich einer der glücklichsten Menschen Deutschlands sein. Sogar zu Günther Jauch hätte ich schon kommen dürfen – auf den heißen Stuhl, auf den ich gar nicht will. Nicht, dass ich das Geld nicht bräuchte, aber mir wäre es einfach zu peinlich, wenn ich meine Joker alle bräuchte, um überhaupt bis zur 500 Euro-Frage zu kommen.

 

Nicht, dass ich missverstanden werde: Ich habe nichts gegen das Glück, etwas zu gewinnen oder gar einer der Auserwählten bei „Wer wird Millionär“ zu sein. Aber als ich wieder einmal am Telefon „gedrängt“ wurde, die Einladung eines vermeintlichen Gewinns anzunehmen, erwiderte ich trocken: „Wissen Sie, ich brauche kein Geld. Ich bin sehr reich.“ Die Frau am anderen Ende war ein wenig perplex und suchte nach Worten. Die Antwort hat sie mir abgenommen und so war unser Gespräch schneller zu Ende als ich es wollte. Eigentlich wollte ich ihr noch sagen, woher mein Reichtum kommt. – Na ja, vielleicht liest sie ja diesen Artikel.

 

Mein Vater ist reich. Sehr reich sogar. Als sein Sohn habe ich das Privileg, aus den Vollen schöpfen zu können. Das war nicht immer so. Mir wurde das Glück der Adoption zuteil als ich Jugendlicher war. Dass mich mein Vater umgehend als sein Erbe eingesetzt hatte, habe ich damals noch gar nicht recht begreifen können. Dafür freue ich mich heute umso mehr.

 

Das Gewaltige an meinem Glück ist, dass es nicht nur mir widerfahren muss, sondern jedem widerfahren kann. Mein Vater hat nämlich noch eine Menge Kapazitäten frei. Er sucht weitere Erben. Stellt sich die Frage: „Wo ist der Haken? Geschenkt bekommt man doch heute nichts – zumindest nichts, was wirklich taugt und brauchbar wäre.“ – Mag sein. Aber es gibt etwas, das nichts kostet und dennoch an Wert nicht zu übertreffen ist. Es ist das kostenlose Geschenk des Ewigen Lebens, das Gott, mein Vater, seinen Geschöpfen machen möchte. Wer es will, der bekommt es – kostenlos und bedingungslos. Und bei Annahme wird das Geschöpf zum Kind Gottes und deshalb zum Erben.

 

Die Bibel sagt: Der gerechte Lohn (oder Konsequenz) der Sünde ist der Tod, ABER Gottes Gabe (Geschenk) ist das Ewige Leben. Römer 6,23

 

Warum Gott keinen Wert darauf legt, dass wir ihn durch unsere Leistung und guten Werke, oder mit Scheinen, die uns eine christliche Institution nach eine Zeremonie überreicht, bestechen, sagt die Bibel ebenfalls.

 

„Aus Gnade seid ihr gerettet worden - durch Glauben. Nicht aus euch heraus: Es ist Gottes Geschenk. Nicht aus Werken eigener Leistung oder Anstrengung. Warum? Damit sich niemand vor Gott rühme.“ – Nachzulesen im Brief des Paulus an die Epheser, Kap. 2.

 

Ein Geschenk bekommt man umsonst. Wer es dem Schenkenden bezahlen will, der erntet Unverständnis. Wir können uns die Ewigkeit nicht verdienen, denn dazu wäre die Voraussetzung, ein perfektes und sündloses Leben zu leben. Das hat außer Jesus selbst noch niemand geschafft und wird auch in Zukunft niemand schaffen.

 

Jesus hat übrigens den gerechten Lohn meiner Sünde - den Tod - freiwillig auf sich genommen. Er bezahlte, wofür ich hätte zahlen müssen. Die Erkenntnis, dass ich als Sünder nur dann Frieden mit Gott schließen kann, wenn ich meinen Stolz überwinde und akzeptiere, dass jemand anders für mich gebüßt hat, ist die ausgestreckte Hand, die es braucht, um dieses kostenlose Geschenk des Ewigen Lebens zu erwerben.

 

Warum versuchst du dein Glück nicht auch mal bei meinem Vater. Von ihm adoptiert zu werden lohnt sich. – Übrigens: Kein Trick und kein Kleingedrucktes. Nur Glauben, dass er es ernst meint.

 

Zuerst veröffentlicht am 20.04.2009 © Karsten Gosse

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