• Karsten Gosse

Driver vom Deck

Die Stimmung in der Truppe ist prächtig und das Wetter macht inzwischen auch wieder gute Laune. So konnten wir gestern trainieren, ohne dass Wasser von oben die Stimmung trübte. Laranjal war der Platz, der auf dem Programm stand. Nach dem knapp zweistündigen Training mit Jochen und Patrick gingen fünf 3er-Flights auf die Runde.

Der Platz löst bei denen, die ihn zum ersten Mal spielen, immer wieder großes Staunen aus. Zum einen beeindrucken die Orangenbäume, die den Platz gleich zu Beginn entlang der ersten Bahnen zieren. Die Düfte, die einem um die Nase wehen und dann noch die herrlichen Ausblicke auf die angelegten Penaltyareas, die man früher Wasserhindernisse nannte. Einfach eine Augenweide.

Auch dieses Mal gab es mit Blick auf die Grüns viel zu reden und letztlich auch zu lachen. Der Satz: „Ich kann gut putten“, gewinnt eine ganz neue Bedeutung, wenn man am Ende der Runde sagen kann: „Dieses Mal nur fünf Dreiputts und ein Vierputt.“ Selbst heute Morgen beim Frühstück waren die Putts noch Thema. Aber was für viele ein Problem darstellt, muss nicht für alle eine Problem sein. So spielte Silvana eine sehr gute Runde und kam mit den Bedingungen des Platzes hervorragend zurecht. Andere waren doch etwas frustriert und wollen ihren freien Tag heute nutzen, um zu trainieren. Sie gehen natürlich in Wirklichkeit – gegen den Rat der Pros - auf einem anderen Platz spielen und hoffen, dass es dort nicht ganz so schlimm wird. Man nennt das Frustkompensation. Nein, sie würden das nicht wirklich Frust nennen, was sie da gestern erlebt haben, denn man kann zu Beginn der Saison nicht erwarten, dass alles auf Anhieb hinhaut.

In unserem Flight haben Elke, Marcel und ich die Dinge dann einfach mit Humor genommen und viel gelacht, wenn sich der Ball nach einem Chip aufs Grün dann doch entschied sich dem Slope geschlagen zu geben und einem wieder vor die Füße rollte. Oder wenn man mit einem guten Drive zufrieden das Tee aufhebt, dann zum Bag geht, um den Driver aufzuräumen und der Mitspieler sagt: „Schau mal lieber deinem Ball hinterher…!“ - Ja, es ist nicht leicht, einen guten Drive(r) „wegzustecken“, wenn man mit ansehen muss, dass der eigene Ball dann doch noch Richtung Wasser rollt, weil es kein Semirough gibt, das genau das hätte verhindern können. Gut nur, dass der Ball dann doch noch spielbar lag und Marcel ihn mit einem Kunstschlag retten konnte. Allerdings nur um ihn dann doch mit dem nächsten Schlag definitiv den Schildkröte zum Spielen zu überlassen. Tröstlich für Marcel war es dann nur, dass das Wasser so viel und so groß ist, dass es noch Platz genug für die Bälle der Mitspieler bot.

Ach ja, der Titel dieses Artikels lautet ja „Driver vom Deck“. An der 18 war dann eh schon alles egal. Jeder noch einen guten Drive und dann mal probieren, ob man den Driver auch vom Fairway trifft. Nur Elke wollte nicht mitmachen beim Driver vom Deck. Ist ja auch eher so ein Männerspielchen. Marcel und ich trafen unseren Driver vom Deck tatsächlich sehr gut. So konnten wir mit stolz geschwellter Brust zum dritten Schlag marschieren. Hier und da noch ein Bunkerschlag, ein paar Putts und am Ende ganz schnell ins Clubhaus, um sich hinzusetzen, ein Glas zu trinken und sich gegenseitig zu bemitleiden. Gut, dass man am Ende eines Tages dann mit einem hervorragenden Abendessen immer noch so richtig getröstet wird. Was braucht man mehr? – Den freien Tag heute!

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