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Martin Kaymer vs. „Jesus liebt mich“

Jetzt habe ich mich schon gefreut, dass Martin Kaymer endlich mal bei „Wetten Dass..?“ auftritt und der Golfsport ins Rampenlicht gerĂŒckt wird.

Keiner wĂ€re prĂ€destinierter auf großer BĂŒhne vor einem Millionenpublikum als Botschafter fĂŒr den Golfsport zu werben als der sympathische RheinlĂ€nder. Stattdessen bekommt er eine sehr kurzfristige Absage fĂŒr die Couch bei Markus Lanz und muss „Jesus“ weichen - genauer: „Jesus liebt mich“, dem neuen Kino-Film mit Florian David Fitz.

Kaymer schreibt dazu auf seinem Blog Martin Kaymer am 29.11.2012:
„Liebe Fans, wie ihr ja wisst, hatte ich mich schon sehr darauf gefreut, am 8.12. bei "Wetten Dass..?" auf der Couch als Wettpate Platz nehmen zu dĂŒrfen. Leider wurde mir gestern vom Sender mitgeteilt, dass dies nun nicht mehr möglich sei, da sich das ZDF entschieden hat fĂŒr einen Film Promotion zu machen und den Hauptdarsteller als Wettpaten einzuladen. Das ZDF hat mir zwar angeboten, als Ersatz fĂŒr den Couchplatz mit einem Kurzauftritt bei einer Wette zu „helfen“, aber ich, und da bin ich ehrlich, stehe in der Regel zu meinem Wort und erwarte das dann auch von anderen und davon abgesehen finde ich diese Vorgehensweise so kurz vor der Show etwas befremdlich
“

Recht hat er! Es ist in der Tat befremdlich und meines Erachtens in doppelter Hinsicht traurig. Einerseits ist es schade fĂŒr den Golfsport und Kaymer selbst. Andererseits ist es aus meiner subjektiv-sportpastoralen Sicht noch viel Ă€rgerlicher, dass es gerade eine Komödie mit dem Titel „Jesus liebt mich!“ ist, die dem ZDF wichtiger ist, als sich an eine klare Absprache mit Martin Kaymer zu halten.
 
Die Film mag wirklich witzig und spritzig sein und viel zu lachen bieten, trĂ€gt aber leider einmal mehr dazu bei, den Glauben an Jesus Christus ins LĂ€cherliche zu ziehen. Hoffentlich nicht so grotesk wie die völlig deplatzierte ZDF-Comedy „Wir sind Gott“, die einen Sturm der EntrĂŒstung auslöste.

Egal wie viel man ĂŒber „Jesus liebt mich“ lachen wird, auch dieser Streifen trĂ€gt dazu bei, aus Jesus Christus und dem christlichen Glauben etwas zu machen, das mit dem Original nicht mehr viel gemeinsam hat. Schade. Traurig.

Haben Christen keinen Humor? Doch das haben sie. Allerdings muss jeder selbst entscheiden, welche Art von Humor fĂŒr ihn die Grenzen des guten Geschmacks ĂŒberschreitet. Mit Leuten, die viel und laut lachen, denen aber nichts heilig ist, wollen die meisten Menschen im Grunde auch keine Zeit verbringen.

FĂŒr mich persönlich ist es u.a. rassistischer, sexistischer und verdorbener Humor, der die Grenzen ĂŒberschreitet. Diese Arten von Humor waren fĂŒr mich TagesgeschĂ€ft, bevor ich mich bewusst entschied, an Jesus Christus zu glauben und nach seinen Werten zu leben.

Die Art Humor wiederum, die auf Kosten Gottes geht, mag zwar bisweilen so lustig sein, dass man das Lachen nicht unterdrĂŒcken kann, aber die Grenze zum Spott wird dabei schnell ĂŒberschritten. Das ist riskant, denn Gott ist heilig und lĂ€sst sich nicht spotten - sagt die Bibel.

Wer sich mit Gott selbst anlegt (das tun die Spötter) muss damit rechnen, dass Gott, der durchaus Humor hat, sich weder kaputtlachen noch auf die Schenkel klopfen wird. Spötter betreten dĂŒnnes Eis. Sich auf dĂŒnnem Eis zu bewegen ist nur lustig, wenn man kurzfristigen Spaß und Nervenkitzel sucht. - Wetten Dass..?

Das Gute an Gottes Wesen ist neben seiner Heiligkeit die Tatsache, dass er auch denen barmherzig und gnÀdig sein möchte, die Ihm spotten. Mir war er gnÀdig, weshalb ich heute sagen kann: Jesus liebt mich! - ohne Witz.

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Karsten Gosse

Veröffentlicht am 01.12.2012 © Karsten Gosse
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