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Martin Kaymer: "Irgendetwas fehlt noch..."

martin kaymer pga tour kl“There is still something missing. I don’t know what it is…”. Zu gut Deutsch: "Irgendetwas fehlt noch. Ich weiß nicht, was es ist…" *

Die aktuelle Nummer 1 der Weltrangliste des Golfs, Martin Kaymer, sagte das in seinem Pre-Tournament-Interview vor der Cadillac Championship auf dem Kurs des TPC Blue Monster at Doral in Florida. Mir kommt dieser Satz sehr bekannt vor.

 â€žIrgendetwas fehlt noch…“ ist ein Satz, den nicht nur solche sagen, die scheinbar alle Ziele im Leben erreicht haben, die es zu erreichen gibt.

Kaymer erkennt früh im Leben - und auf dem absoluten Höhepunkt seiner Karriere -, dass ihm Erfolg und weitere golferische Ehren nicht das zu geben vermögen, wonach er sich eigentlich sehnt. Dass er es öffentlich bekennt, bestätigt meinen Eindruck, dass er eine sehr ehrliche Haut, demütig ist und sich auch auf der großen Bühne des Golf treu bleibt. Chapeau!

Bernhard Langer ging es übrigens ähnlich wie Kaymer. Das liegt zwar schon über 25 Jahre zurück, weist aber wirklich sehr beeindruckende Parallelen auf. Langer sagte über die Zeit als erster der Weltrangliste: „Ich war die Nummer 1 der Welt. Ich war mit einer schönen jungen Frau verheiratet und hatte alles erreicht, was man sich nur erträumen kann. Das Problem war, dass irgendetwas immer noch fehlte.“ **

Als Sportpastor weiß ich, dass schnell erlangter Ruhm und Reichtum, gepaart mit einem jungem Lebensalter, häufig den Beginn einer Abwärtsspirale markieren, die bei vielen Stars – nicht nur im Sport - zu Exzessen führt. Das passiert meist dann, wenn man glaubt, Ruhm und Geld können den eigentlich Sinn im Leben ersetzen. (Das habe ich leider selbst aus nächster Nähe miterlebt.)

Wenn man Bernhard Langer weiter zuhört, dann stellt man fest, dass seine Suche und sein Streben nach Erfüllung in der persönlichen Begegnung mit Jesus Christus eine Antwort fanden. Die menschliche Seele braucht mehr als Glanz und Gloria. Sie braucht Frieden mit Gott, der erst durch Jesus Christus möglich wird.

Dass es mehr als genug berechtigte Gründe gibt, sich an dem zu ärgern, was manche Vertreter der christlichen Kirchen an Verbrechen verzapfen, ist nicht zu leugnen. Für viele ein Grund, den christlichen Glauben pauschal abzulehnen. Das Handeln manch "professioneller Frommer" aber mit dem durcheinander zu bringen, wofür Jesus Christus selbst steht, ist, als würde man sich weigern, mit dem Präsidenten oder König eines Landes zu sprechen, weil einer seiner Beamten irgendwo in der Provinz gravierende Schuld auf sich geladen hat.

Man sollte seine Haltung zum christlichen Glauben und das Wagnis eine lebensverändernde Beziehung mit Jesus Christus einzugehen, nicht davon abhängig machen, was manche Kleriker und Frommen aus dem gemacht haben, was Gott sich eigentlich gedacht hat. Das Evangelium von Jesus Christus ist immer noch eine gute Nachricht und keine schlechte. Der Kern des Evangeliums und die Absicht Gottes sind die Erfüllung des Menschen und die Befreiung von Schuld. Gott will das Gegenteil von Zwang und Heuchelei, nämlich Freiheit und Authentizität. Genau aus diesem Grund ging Jesus ja so scharf mit den professionellen Frommen seiner Zeit ins Gericht, weil sie die Menschen mit Forderungen unterdrückten, die sie oft selbst nicht erfüllten.

Nein, es geht mir nicht um Religion und Institution und die Verteidigung derselben. Schwarze Schafe gab es immer und wird es immer geben. Mir geht es um Jesus. Er sagte Sätze wie: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“, oder „Ich bin gekommen, dass die Menschen das Leben und volle Genüge haben“, oder „Ich nenne euch nicht Sklaven, sondern Freunde“ und „Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben“.

Gott kann man leugnen, ignorieren und weg diskutieren, aber das Sehnen und Suchen des Menschen führt ihn immer wieder zurück zur Frage „Was, wenn doch was dran ist an Gott, Jesus und dem ewigem Leben?“

Bernhard Langer hat verstanden, dass es einen Unterschied gibt zwischen Religion und einer persönlichen Beziehung zu Jesus Christus. Dieser Jesus und die Freundschaft zu ihm machen in seinem Leben den Unterschied aus. Übrigens auch im Leben anderer großer Golfer der PGA-Tour.

Wenn Martin Kaymer Bernhard Langer einmal fragen sollte, was er ihm empfehlen wĂĽrde, um neben dem Erfolg, Ruhm und Geld noch das zu finden, was er im Moment nicht zu greifen weiĂź, dann könnte die Antwort so oder ähnlich lauten: „Probier es mit Jesus. Der bleibt auch dann, wenn Ruhm, Geld und Freunde gehen. Seine Liebe und Freundschaft gelten dir  bedingungslos und vor allem ein Leben lang.“

Veröffentlicht am 10.03.2011 © Karsten Gosse
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