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Wahlsonntag

kreuz MobilHeute ist Sonntag. Wahlsonntag. Heute geht es um das kleine Kreuz, das Wahlberechtigte landauf landab machen. Es geht um Farben. Schwarz, rot, gelb, noch roter und grün. Ein nicht geringer Teil der Wähler möchte, dass die Regierenden heute ein blaues Wunder erleben, den blau ist die Farbe einer Partei, die noch nicht so lange auf dem Markt ist.

Das scheint für viele von uns eine riesige Bedeutung zu haben. Ob wir wissen, was wir tun? Ich habe keine Ahnung. Obwohl politisch interessiert und als solcher, der täglich Zeit in die Zeitung und Journale investiert, bin ich erschrocken, als ich feststellte, dass bei vielen Fragen bzw. Themenbereichen des Wahlomats feststellen musste, dass ich mich mit diesen oder jenen Thema gar nicht auseinandergesetzt hatte. Ich hatte dazu keine Meinung.

Ja, das Kreuz mit dem Kreuz. Mein Freund und Pastor, Berndt, schrieb für eine regionale Zeitung ein Wort zum Sonntag. Mit seiner Erlaubnis greife ich ein paar seiner guten Gedanken auf.

Obwohl es wahrscheinlich vielen so gehen wird wie mir, entscheiden sie heute darüber, wie es mit unserem Land weitergehen soll. Spannend an diesem „Lotteriespiel“ der Wahl ist doch, dass sich manch einer überhaupt nicht tiefgehend mit dem Thema Politik befasst und einfach irgendwo sein Kreuz machen wird. Dort nämlich, wo man hofft, dass es richtig sei. Entweder aus Überzeugung seit ewigen Zeiten immer bei derselben Partei, oder aus Protest über irgendeinen Fehltritt eines Politikers oder einer Politikerin bei einer ganz anderen Partei als üblich. Aber egal! Für viele Wähler ist die eigentlich spannende Frage doch vor allem, ob sie nachher auf der Seite der Sieger stehen. Der Gang zur Wahlurne – ich empfinde das manchmal doch eher wie Lotto spielen - nur ohne dabei Geld auszugeben.

Wie schreibt mein Freund Berndt so treffend in seinem Artikel:

„Doch völlig egal mit welchen Buchstaben der Name einer Partei beginnt, es ist nicht das C oder S, oder F, noch die Farbe das Entscheidende. Die Garantie für eine bessere Zukunft liegt weder in der Person, deren Wangen leicht hängen, noch in der, die den definitiv falschen Finger hob! Nein, wer seine Hoffnung in eine dieser Gruppierungen setzt für die sie stehen, wird enttäuscht werden. Sicher! Denn die wahren Probleme sind nicht die Äußeren, sondern die Inneren. Neid, Lüge, Gier, Egoismus, Lieblosigkeit, Missbrauch von Macht... nur um ein paar aufzuzählen. Daran kann keine Verordnung, Gesetz oder Programm einer Regierung was ändern. Dieser nicht, und der nächsten nicht! Warum nicht? Diese Mittel berühren die Wurzel nicht!“

So sehe ich das auch. Wir dürfen und können ruhig von unserem Wahlrecht Gebrauch machen, aber wir sollten darüber nicht vergessen, dass das kleine Kreuz, das wir machen, die Ursache nicht behebt, an der diese Welt und der Mensch im Einzelnen krankt. Deshalb nochmals ein Zitat aus der Kolumne meines Freundes:

„Nein, es ist nicht unser kleines Kreuz, das nachhaltig positive Veränderung schafft, es ist das Große! Das müssen wir uns bewusst machen! Es ist das große Kreuz, an dem Gott sich entschieden hat, die wahren menschlichen Probleme auf Seine Schultern zu nehmen. Es ist das Kreuz an dem Gott selbst Sein Leben aushauchte. Für uns! Er tat es um uns eine Zukunft zu schenken! ...unsere Schuld auf Sich zu nehmen; neues Leben in jedem anzufachen, der will !"

Es ist übrigens genau dieses Kreuz von Golgatha, das das des Siegers ist. Wollen wir auf der Seite des Siegers stehen? Dann müssen wir uns fragen, wie wir zu Jesus Christus und dem stehen, was er am Kreuz auf Golgatha getan hat. Warum ist er doch gleich gestorben?

Richtig. Um Frieden zu machen zwischen Mensch und Gott. (Vgl. Römer 5,1-11) Denn – so sagt die Bibel – auf Grund der Sünde des Menschen besteht Feindschaft zwischen Gott und Mensch. Gott will aber Frieden und macht uns das Angebot, in Jesus Frieden mit ihm zu machen, weil Jesus die Konsequenzen der Sünde des Menschen freiwillig an unserer Stelle auf sich nahm. Gott akzeptiert dieses stellvertretende Opfer Jesu Christi. Gültig wird es für dich und mich persönlich aber erst, wenn wir es annehmen. Bis wir das tun, stehen wir nicht auf der Seite des Siegers.

Genauso wie das Sterben Jesu einmalig und für allezeit gültig war, reicht es, wenn wir bewusst die Entscheidung treffen, Frieden mit Gott durch Jesus Christus zu machen und das Geschenk der Vergebung anzunehmen. Jesus hat es alles gekostet, uns kostet es nichts. – Diese Entscheidung wird unser Leben verändern - grundlegend. Garantiert! Klar, werden wir noch sündigen, uns dafür bei Gott und Mensch entschuldigen müssen, darüber traurig sein. Schuldig zu werden hat immer negative Konsequenzen. Aber wenn wir uns entscheiden, das Geschenk der Vergebung und Erlösung des Mannes am großen Kreuz anzunehmen, wird es nichts mehr daran ändern, dass wir Frieden mit Gott gemacht haben.

Warum betone ich das immer wieder? Weil viele Menschen fälschlicherweise meinen, sie können die Sache mit dem „lieben Gott“ einfach auf sich zukommen lassen. Das ist fatal. So funktioniert Gott nicht. Er ist und bleibt heilig und gerecht. Wer sich nicht oder gegen ihn entscheidet, wird mit den Konsequenzen leben müssen. Ewig.

Schon im Alten Testament stellte Josua das Volk Israel vor die Wahl: „Wählt heute, wem ihr dienen wollt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herren dienen!“ (vgl. Josua 24,15)

Auch im Neue Testament werden wir immer wieder herausgefordert, Stellung zu beziehen und zu Lebzeiten unser Verhältnis mit Gott klären: „Heute, wenn ihr Seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht!“ (vgl. Hebräer 3 + 4)

An anderer Stelle – schon oft von mir zitiert – steht: „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht (das Recht), Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben!“ (Johannes 1,12) – Auch hier wird deutlich, ein Kind Gottes wird man nicht automatisch, sondern in dem man wählt – sich entscheidet. Vergebung, ewiges Leben und ein wirklich erfülltes Leben bekommt man, wenn man sich entschieden hat, das Angebot Gottes am großen Kreuz anzunehmen und mit Gott Frieden zu machen.

Vielleicht hast du heute Morgen schon entschieden, wem du deine Stimme gibst, hast dein Kreuz schon gemacht. Gut so. Wirklich wichtig ist heute Morgen aber, ob du Gottes Stimme hörst, die dich ruft und einlädt: „Komm nach Hause! Komm in meine Arme wie der verlorene Sohn im Gleichnis! Vertrau, also glaube mir. Ich will dich erretten, dir Sinn und ewiges Leben schenken.“

Klinge ich wie ein Politiker, der um Stimmen wirbt? Das möchte ich nicht. Was ich möchte, ist, für den zu werben, der schon lange als Sieger feststeht. Ich werbe für Jesus, der sich so sehr für uns ins Zeug gelegt hat, dass er bereit war zu leiden und zu sterben. Ich werbe für den, der wirklich hält, was er verspricht. Ich werbe für den, der uns wirklich eine bessere Zukunft gibt.

Ich tu’s! Das Motto von Ichtu’s – Christen im Golfsport ist u.a., Golfer für Christus begeistern. Das ist mein innigster Wunsch. Ich wünsche mir, dass meine Freunde es nicht dem Zufall, ob wir uns eines Tages in der Ewigkeit wiedersehen.

Deshalb lade ich unermüdlich ein, eine bewusste Entscheidung für ein Leben in der Nachfolge Jesus zu treffen.

Wir entscheiden uns tagtäglich für so viele Dinge, die im Grunde bedeutungslos sind, wenn man sie an der Frage nach dem Frieden mit Gott misst.

Gottes Liebe zu uns ist so unglaublich umfangreich und bedingungslos und hat sich in der Tat am großen Kreuz gezeigt. Freiwillige Hingabe in den Tod – aus Liebe.

Aber Liebe ist freiwillig und braucht eine Antwort, sonst bleibt sie einseitig.

Deshalb nochmals ein Zitat aus besagter Kolumne:

„Ja, machen Sie Ihr Kreuzchen, doch haben Sie ihre Prioritäten klar! Denn das Wichtige ist nicht, wo wir in vier Jahren stehen, sondern wo wir am Ende unseres Lebens stehen.“

Veröffentlicht am 27.09.2013 © Karsten Gosse
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