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Ich bin die Auferstehung und das Leben - Johannes 11,25-26

john 3 16 klEin gut gekleideter Herr stand vor dem Schaufenster einer Kunsthandlung und betrachtete ein Gemälde, das die Kreuzigung zeigte.

Ein kleiner Junge mit schmutzigen Jeans und zerrissenem Hemd stellte sich neben ihn. Der Mann zeigte auf das Bild und fragte: „Weißt du, wer da am Kreuz hängt?“ – „O ja“, kam schnell die Antwort, „das ist der Heiland“. Der Junge konnte die Überraschung und sein Bedauern über die Unwissenheit des Herrn nicht verbergen.

Mit dem Verlangen, den Fremden aufzuklären, fügte er nach einer Weile hinzu: „Das daneben sind die römischen Soldaten.“ Mit einem schweren Seufzer erklärte er: „Die Frau, die da weint, ist seine Mutter“. Nach längerem Schweigen ergänzte er: „Sie haben ihn getötet“. Gemeinsam standen sie schweigend vor dem Gemälde, bis endlich der Herr wegging.

Als er schon einen Häuserblock weiter war, vernahm er hinter sich die schrille Stimme des Jungen, der sich einen Weg durch die Menge bahnte: „Hallo, Herr, hallo!“ Der Mann blieb stehen und wartete. Ganz außer Atem keuchte der Junge seine Nachricht heraus: „Ich wollte Ihnen noch sagen, er ist wieder auferstanden“. (aus:Zeitschrift Perspektiven 4/2000)

Diese Geschichte passt zu Ostern, das ja gerade erst hinter uns liegt. Eines der sogenannten 7 Ich-bin-Worte Jesu, die wir im Johannesevangelium finden, passt ebenfalls zur einleitenden Geschichte. In den insgesamt 7 Golfer-Frühstücksgottesdiensten möchte ich je eines dieser „Ich-bin-Worte“ als Grundlage für ein paar Gedanken nehmen.

In Johannes 11,25-26 sagt Jesus zur Schwester des verstorbenen Lazarus: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; 26 und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?“

In der Welt – auch der der Atheisten - besteht kaum ein Zweifel an der Historizität Jesu. Den exklusiven Anspruch Jesu Christi, selbst Gott und der einzige Weg zum ewigen Leben zu sein, lehnen viele Menschen ab. Selbst die, die behaupten, an Gott zu glauben, haben manchmal ein Problem mit dem Alleinanspruch Jesu, wenn er in einem anderen Ich-bin-Wort sagt: „Niemand kommt zum Vater, es sei denn durch mich.“ (Johannes 14,6)

An Gott zu glauben hat für die meisten Menschen zudem keine persönlichen Konsequenzen im Alltag. Gott wird je nach eigener Vorstellungen als Macht, Energie oder etwas anderes definiert. Insgeheim hoffen viele dennoch, dass ihr "Gottesglaube" ihnen für den Fall einer doch existierenden Ewigkeit, eine Eintrittskarte zum Leben nach dem Tod gewährt. Zur Sicherheit kombinieren manche ihren Glauben an Gott noch mit Komponenten anderer Religionen, denn – so denken viele – glauben ja doch alle an den gleichen Gott, nennen ihn nur anders.

Wer sich die Mühe macht und die Bibel liest, wird feststellen, dass wahres Christentum anders aussieht. Nicht Traditionen, Rituale, kirchliche Institutionen sind entscheidend oder das Maß aller Dinge. Nein, die Bibel legt den Schluss nahe, dass wer an Jesus Christus glauben will, sich auch auf eine Beziehung zu ihm einlässt. Freundschaft mit Jesus, weil der - so die Osterbotschaft - tatsächlich lebt, real und erfahrbar ist. Schon alleine die Tatsache der Auferstehung unterscheidet das Christentum von allen anderen Religionen. Man hat es mit einem Gott zu tun, der lebt. Das macht die Sache spannend, denn es bedeutet auch, dass da jemand ist, der an unserem Leben Anteil nimmt und nehmen möchte. Und das nicht - wie viele glauben - als einer, der nur darüber wacht, dass wir keine Fehler machen, um uns dann abstrafen zu können. Nein, Jesus will Retter und Freund zugleich sein. Richter ist er nur für die, die ohne ihn leben wollen.

Kreuz und Auferstehung sind schon immer der Kern des christlichen Glaubens. Wer nicht glauben kann, dass das Sterben Jesu am Kreuz die Schuld des Menschen beseitigt und die Auferstehung die Gottheit Jesu besiegelt, hat keinen christlichen Glauben. Mit Kreuz und Auferstehung steht und fällt dieser Glaube.

Wir sollten uns also fragen, ob wir an den Jesus von Karfreitag und Ostern glauben oder eher an das romantische Bild eines „süßen Knaben auf dem Schoß seiner Mutter“, oder gar einen Gott als Kombination der Gottheiten mehrerer Religionen.

Reihen wir Jesus vielleicht nur in die Reihe berühmter Persönlichkeiten und Philosophen ein, oder nehmen wir ihn beim Wort und seine Einladung an, uns auf eine persönliche Beziehung mit ihm einzulassen, die unser Leben verändern wird?

„Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt!“

Wow. Das grenzt an Vermessenheit. Jesu Versprechen des ewigen Lebens ist daran gekoppelt, zu glauben, dass ER nicht nur gestorben, sondern auch auferstanden ist. Diese Auferstehung ist deshalb so wichtig, weil sie einerseits die Gottheit Jesu unter Beweis stellt und andererseits die Grundlage dafür ist, dass alle die, die Jesus Christus kennen, ebenfalls von den Toten auferstehen und ewig leben werden.

Wir leben bekanntlich in einer Zeit, in der wir immer stärker damit konfrontiert werden, dass der Glaube nur etwas für Dummköpfe, Schwache und religiöse Fanatiker ist. Ich ziehe mir den Schuh nicht an, denn ich bin weder dumm noch fanatisch, aber ich glaube an Jesus Christus, glaube dass Gottes Wort wahr ist und dass das, was wir darin finden, Antworten auf die Fragen gibt, die uns am meisten beschäftigen. Fragen nach dem Sinn des Lebens, dem Woher und Wohin.

Ich respektiere den Glauben der Atheisten, die glauben, dass Gott inexistent ist, gebe aber zu bedenken, was ein Pastor im Ostergottesdienst letzte Woche sagte: „Glaubst du nicht an Gott, haben die Würmer das letzte Wort in deinem Leben.“

Dass Jesus die Auferstehung und das Leben ist, ist die Grundlage und Hoffnung des christlichen Glaubens. Stellt sich heraus, dass Jesus Christus ein Lügner war, dann kann man den christlichen Glauben knicken. Ist Jesus nicht auferstanden, dann brauche auch ich mir keine Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod zu machen, denn die Bibel knüpft die Auferstehung des Menschen zum ewigen Leben oder zum Gericht an die Tatsache, dass Jesus der erste war, der auferstanden ist.

Der Junge in der Geschichte hatte diese immens wichtige Botschaft eines lebendigen und lebenden Erlösers begriffen.

Es ist also entscheidend, ob wir das glauben können oder Jesus und die Auferstehung ins Reich der Mythen verbannen. Deshalb kann Jesus in dem obigen Vers auch so nachdrücklich fragen „Glaubst DU das?“

Es ist kein Geheimnis, so der eben zitierte Pastor, dass die meisten „Gottgläubigen“ Jesus eigentlich wieder in die Leinentücher gewickelt und zurück ins Grab gelegt haben. Dort hat er nämlich keine Auswirkungen auf unser Leben. Jesus will aber an unserem Alltag beteiligt werden. Weil Jesus lebt, kann es auch heute noch zu einer lebensverändernden Begegnung mit Jesus kommen. – Gerne erkläre ich das mal in einer ruhigen Minute persönlich. Wie sehr das das Leben verändert, wenn man Jesus persönlich begegnet, weiß ich aus eigenem Erleben.

Die Bibel sagt, der „Glaube ist eine feste Zuversicht des, das man hofft und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht!“ (Hebräer 11,1)

Man hat im Grunde nur drei Möglichkeiten zu dieser Frage „Glaubst du das?“ Stellung zu beziehen:

1. nicht zu glauben, dass Gott bzw. Jesus existiert. Das wäre Atheismus und damit Ausdruck eines viel größeren „Glaubens“, der die Existenz Gottes leugnet, obwohl das Leben, die Größe des Universums u.v.a. mehr ein deutliches Argument für einen Schöpfergott sind. Dass die Welt, das Universum und wir Menschen ein Produkt des Zufalls sind, mag glauben wer will, ich kann das nicht.

2. gleichgültig zu sein und die Auseinandersetzung mit dem Thema zu vermeiden oder zu vertagen. Das ist ein Lotteriespiel und die Chancen zu gewinnen liegen bei 1:130 Mio. Will heißen: Zwischen München und Stuttgart werden Eurostücke nebeneinander gelegt und du und ich entscheiden uns unabhängig voneinander dasselbe Eurostück aufzuheben. Die Fragen des Glaubens sollte man aktiv angehen und nicht darauf hoffen, dass man am Ende den Hauptgewinn zieht. Zumindest legt die Bibel den Schluss nahe, dass nach dem Tod keiner mehr seine Meinung und sein Schiksal verändern kann. 

oder 3. man glaubt Jesus, vertraut also, dass das, was Er uns in Aussicht stellt, so sein wird. Das wäre – wie der große Mathematiker Blaise Pascal einmal sagte - auch in Sachen Wahrscheinlichkeitsrechnung die klügste Entscheidung. Gibt es keinen Gott und keine Ewigkeit, habe ich nichts verloren; gibt es sie, habe ich alles gewonnen.

Natürlich ist die Mathematik keine gute Motivation, eine Entscheidung für Jesus zu treffen, sondern dessen persönliche Glaubwürdigkeit und Gottes Selbstoffenbarung in Schöpfung und Bibel.

Ich persönlich vertraue mich doch nur jemanden an, von dem ich glaube, dass er mich nicht enttäuscht und in die Pfanne haut. Vertrauen ist die Grundlage für eine erfüllende Liebes-Beziehung und im Fall Jesu sogar eine Garantie für das Ewige Leben. Wir sind eingeladen das Wagnis einzugehen und unser Vertrauen auf Jesus zu setzen, auch wenn wir ihn nicht sehen. Irgendwann wird ihn jeder sehen, ob er's glaubt oder nicht.

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Veröffentlicht am 05.04.2015 © Karsten Gosse
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