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Ich bin das Licht der Welt - Johannes 8,12

Wir haben während meines Studiums mal in einer Stadt gelebt, in der es zwei sehr unterschiedliche Mac Donalds. Lage und Flair waren verschieden. Der eine Mac Donlads im Zentrum der Stadt lief überhaupt nicht gut. Und das, obwohl hunderte von Menschen täglich daran vorbei kamen. Man ließ Experten aus den USA kommen, um die Sache zu analysieren. Als die dann vor dem besagten Mac Donalds in der Innenstadt standen, schlugen sie die Hände über dem Kopf zusammen und sagten so etwas wie: „Gedämpfte Candlelight-Lampen raus, Neonröhren rein. Und tschüss.“ Kaum erstrahlte der Mac Donalds in hellem Licht, lief er gut.

Licht zieht Menschen an und es schafft Vertrauen. Es vermittelt Leben und hat etwas Einladendes.  7 Ich-bin-Worte Jesu gibt es im Evangelium des Johannes. Heute wollen wir über das folgende nachdenken:

Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Johannes 8, 12

Drei Dinge fallen mir hier sofort auf:

1) Jesus spricht hier einmal mehr in einer Art und Weise, die seine Einzigartigkeit unterstreicht. Nicht „Ich bin eines von vielen Lichtern der Welt“, sondern „Ich bin das Licht der Welt!“

2) Jesus redet von Nachfolge und meint damit nicht distanzierte Bewunderung, sondern Beziehung, die als Verbindlichkeit gelebt wird.

3) Jesus verspricht allen denen etwas, die verbindlich mit ihm leben und ihm folgen: Das Licht des Lebens als eine beständige Sicherheit und Garantie im Gegensatz zum unbeständigen und unsicheren Leben und Umherirren in der Dunkelheit

Ich möchte zuerst einmal auf den Kontrast von Licht und Finsternis eingehen.

Licht und Finsternis als Kontrast stehen bei Johannes an anderer Stelle für „Wahrheit und Lüge“, „Leben und Tod“.

Diese Aussage Jesu kontrastiert Finsternis und Dunkelheit mit dem lebenspendenden Licht. Wenn Licht Leben spendet, ist Finsternis auf das Gegenteil ausgerichtet.  Finsternis ist gleichbedeutend mit Gottesferne. Wie fern Finsternis vom Wesen Gottes ist, macht Johannes an anderer Stelle deutlich:„Gott ist Licht und keine Finsternis in ihm!“

Gott ist Licht und deshalb der Wahrheit und dem Leben verpflichtet. Damit ist auch klar, dass Finsternis keine Chance hat, wenn man sich dem Licht – Jesus selbst - aussetzt. Wer das Licht des Lebens mit Jesus Christus gefunden hat, wird Mühe haben, in der Finsternis zu leben, oder wie es Paulus mal sagte: „Werke der Finsternis zu tun.“

Wer sich auf Jesus Christus als seinen Herrn beruft und lieber das tut, was eher Werke der Finsternis sind, muss sich hinterfragen lassen inwieweit er es mit dem Glauben an Jesus ehrlich meint.

Ehrlichkeit ist ein weiterer Aspekt, den ich mit Licht verbinde.

Das Leben im Licht macht Dinge transparent. Wahrheit steht hier wie bereits angedeutet der LĂĽge gegenĂĽber. Unehrlichkeit im Kontrast zur Ehrlichkeit.

Vielleicht haben Sie schon einmal das englische Wort „sincere“ gehört. Es bedeutet so viel wie aufrichtig, echt, ehrlich, wahr, authentisch. Dieses Wort hat indirekt auch etwas mit Licht zu tun. Man hält gewisse Dinge auch heute noch oft gegen das Licht, wenn man deren Qualität oder Echtheit prüfen möchte. Licht offenbart Wahrheit bzw. Ehrlichkeit, entlarvt Lüge und Betrug. Nicht umsonst passieren viele Dinge mit krimineller Natur während der Dunkelheit bzw. im Verborgenen. Der Satz "Die Wahrheit wird ans Licht kommen!" istin diesem Zusammenhang selbstredend.

Das Englische Wort „sincere“ kommt vom Lateinischen „sincera“, was wörtlich „ohne Wachs“ bedeutet. Ohne Wachs? Gefäße, die man früher getöpfert und anschließend zum Verkauf angeboten hat, wurden in der Regel auf ihre Qualität geprüft, indem man sie gegen das Licht hielt. Was man zu entdecken suchte, waren Risse im Gefäß, die der Verkäufer mit Wachs zu übertünchen versuchte. Diesen Pfusch zu entlarven gelang nur im Gegenlicht.

Ein Händler, der etwas auf sich hielt und Vertrauen in seine Produkte schaffen wollte, stellte gut sichtbar ein Schild auf, auf dem es hieß: „Ohne Wachs“ - also sincere, ehrlich, echt!

Ein weiterer Aspekt der Wahrheit ist Befreiung und Entlastung.

Nicht nur Kinder kennen das befreiende Gefühl, wenn sie ihren Eltern gegenüber mit der Wahrheit rausgerückt sind, nachdem sie sie für eine Zeit belogen haben. Auch Erwachsene wissen um die starke, fast deprimierende Wirkung des Lebens mit der Lüge. Wer endlich die Wahrheit sagt, der fühlt sich befreit – selbst, wenn er die Konsequenzen dafür tragen muss. Jesus sagte an anderer Stelle mal: "Die Wahrheit wird euch frei machen." Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass er auch hier von sich und seiner Person gesprochen hat.

Anders ausgedrückt: Jesus möchte das Leben eines Menschen grundlegend verändern, indem er  es erhellt, freundlich und warm gestaltet. Er möchte uns Menschen von Lüge und Schuld befreien. Wer derart befreit ist, wird von Menschen nicht gemieden, sondern gesucht. Er wird selbst zum Lichtträger, der anziehend wirkt. Das ist eine Lebensqualität, die man nicht mehr missen möchte.

Der Aspekt der Nachfolge

"Nachfolge" oder "Jüngerschaft" sind Begriffe, die nicht so oft benutzt werden von denen, die sich Christen nennen. An Gott zu glauben, fällt vielen nicht schwer, aber sich verbindlich an jemanden "dranhängen", ihm folgen? Wir wollen unser Leben gerne selbst bestimmen und verbinden mit Nachfolge Einengung, Willenlosigkeit, Zwang. Deshalb hat die Nachfolge Jesu für viele eher etwas Bedrohliches als Befreiendes. Wir denken, wenn Jesus das Kommando hat, engt das ein statt zu befreien. Dieses Bild passt aber überhaupt nicht zu dem, was Jesus für den Menschen bereit hält. Er hat ja gerade Schluss gemacht mit Gesetz und Gesetzlichkeit, die das Leben im Alten Testament noch prägte.

Es ist ein Vorurteil, dass Jesus einengt, dem viel zu sehr geglaubt wird. Wie ich bereits an anderer Stelle sagte, macht sich unser Bild von Jesus und dem, was es bedeutet, mit Jesus zu leben, häufig fest an dem, was wir bei Christen zu beobachten glauben. gesetzliche Christen sind auf dem Holzweg und ein Widerspruch in sich.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mein Leben ohne Jesus langweilig und eher deprimierend war. Mit Jesus hat es an Fahrt aufgenommen. In seinem Licht zu leben und mich seiner FĂĽhrung anzuvertrauen, hat mich zu dem glĂĽcklichen Menschen gemacht, der ich heute bin.

Zwar bedeutet ein Leben in der verbindlichen Nachfolge Jesu nicht Abwesenheit von Problemen, Krankheit oder eigenen Fehlern. Es bedeutet aber, in alledem jemanden zu haben, der hilft, hört und korrigiert. Jesus ist in jeder Frage und Lage des Lebens kompetent, treu und zuverlässig. Jesus macht nicht nur fromme Sprüche. Er hält, was er verspricht.

Aus genau diesem Grund bereue ich meine ganz bewusste Entscheidung nicht, Jesus Christus persönlich einzuladen, das Kommando in meinem Leben zu übernehmen. Seitdem hat sich vieles geändert. Vor allem die Liste meiner Prioritäten.

Sein Versprechen des Lichts des Lebens

Jesus ist das Licht des Lebens, das ganz praktisch im Einmaleins des Alltags da ist. Aber „Licht des Lebens“ steht auch für eine Zukunft und Hoffnung – die Ewigkeit. Natürlich kann man niemanden zwingen zu glauben, dass es das ewige Leben gibt. Wenn Jesus allerdings kein Lügner war und ist, stehen die Chancen gut, dass es das ewige Leben gibt.

Wovon ist diese Ewigkeit laut Bibel u.a. gekennzeichnet? Offenbarung 21,23 spricht von einer hell erleuchteten Stadt Gottes, die von denen bewohnt werden wird, die Jesus nachgefolgt sind. Von dieser Stadt heißt es: „Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.“

Ich freu drauf. Herzliche Einladung an Sie, diesem Jesus nachzufolgen. Er kennt und weist den Weg dorthin.

Veröffentlicht am 07.07.2011 © Karsten Gosse
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