Newsletter

Nachricht

Herr, lass Hirn regnen

Es braucht Hirn!

Wir Golfer sind ja nicht zu Unrecht der festen Überzeugung, dass unser Spiel auf den paar Zentimetern entschieden wird, die zwischen dem linken und rechten Ohr liegen.

Kein Widerspruch? Gut. Über das Gehirn habe ich mir zuletzt ein paar Gedanken gemacht. Ich muss ja immer mal wieder Vorträge halten. Da bietet sich das Gehirn an, denn wenn man beobachtet, was um uns herum – außerhalb der Welt des Golfsports – so abgeht, dann kann man nur sagen „Herr, lass Hirn regnen!“

Mein Professor aus Unizeiten, Dr. Dr. Beck hatte mal das Vorrecht mit einem der renommiertesten Gehirnforscher und Nobelpreisträger, Dr. Eccles in einer vertrauten Runde zusammen zu sitzen. Eccles, Australier, sammelte – wenn ich es richtig weiß – 17 Doktortitel und man kann sagen: Ein schlauer Mann.

Dr. Beck hat ihn in dieser sehr persönlichen, nicht öffentlichen Runde, gefragt, ob er denn glaube, dass das Gehirn in seiner Komplexität ohne schaffende Intelligenz, also nur dank der Verkettung zufälliger Prozesse entstanden sein könnte?

Seine vertrauliche, nicht öffentliche Antwort - zu jenem Zeitpunkt war er auf der Höhe seiner Karriere als Wissenschaftler – lautete in etwa: „Hier kann ich es ja sagen. Nein, das halte ich für unmöglich.“

Es sind nicht nur die dummen Menschen, die Schwachen, Kranken oder Hilflosen, die an Gott glauben. Aber es sind die vermeintlich intelligenten Menschen, die zu Agnostikern oder Atheisten werden, weil sie meinen, dass sie die besseren Argumente haben, um das Thema Gott aus der Welt zu schaffen. Sei’s drum.

Philosoph und Literaturprofessor C.S. Lewis schrieb mal:

„Einmal angenommen, es gäbe keine schaffende Intelligenz hinter dem Universum, also keinen kreativen Kopf. - In diesem Fall hat auch niemand mein Gehirn mit der Absicht geschaffen, dass es denken kann. Es ist schlicht und einfach so, dass es mir - wenn sich die Atome in meinem Schädel aufgrund chemischer oder physikalischer Prozesse in gewisser Weise anordnen - den Eindruck vermittelt, ich hätte so etwas wie einen Gedanken. Aber wenn das tatsächlich so ist, wie kann ich meinen Gedanken dann als richtig und wahr vertrauen?

Im Grunde wäre es ja so, als würde man ein einen Krug Milch auf den Tisch stellen und gleichzeitig darauf hoffen, dass er uns durch das Schütteln der Milch eine Straßenkarte Londons liefere. Wenn ich also meinem eigenen Denken nicht trauen kann, dann kann ich auch den Argumenten nicht trauen, die zum Atheismus führen. Deshalb gibt es eigentlich keinen guten Grund, Atheist zu sein oder irgendetwas anderes. Es sei denn, ich glaube an Gott den Schöpfer, kann ich meinen Gedanken nicht wirklich trauen: Deshalb kann ich folglich Gedanken oder (durch mein Hirn entstandene) Argumente nicht nutzen, um nicht an Gott zu glauben.“

C.S. Lewis

Apropos Atome

Die Zahl der Sterne einer Galaxie werden ja auf ca. 100 Mrd., also 10 hoch 11 geschätzt. Die Zahl der Galaxien wiederum wird ebenfalls auf ca. 100 Mrd. geschätzt und ich persönlich befürchte, dass die Schatzung auf diese „kleine“ Zahl nur unserer menschlichen Beschränktheit geschuldet ist und möglicherweise noch viel viel größer ist als angenommen. Aber ich bin ja kein Wissenschaftler.

Jedenfalls: 100 x 100 Mrd. ergibt 10 Trilliarden, eine 1 mit 22 Nullen. Coole Zahl, oder?

Die Zahl 85 - mit 24 Nullen im Anhang (keine Ahnung wie man diese Zahl aussprechen würde) ist die Zahl, die schlaue Menschen für die mögliche(!) Anzahl von Atomen in ca. 1,2 kg Gehirn berechnet haben. – Also, diese Zahl ist es, die C.S. Lewis in Sachen Wahrscheinlichkeitsrechnung meint, wenn er vom „Zufall spricht, der uns das Denken ermöglicht“.

Da mag man eher an die Sache mit geschüttelten Milchkrug und der Straßenkarte von London glauben, oder?

Nun, ich gehöre wahrlich nicht zu den Intellektuellen und schon gar nicht zu den philosophischen Denkern. Menschen, die weit mehr auf dem Kasten haben als Karsten gibt es reichlich. Aber ganz dumm bin ich dennoch nicht und es war das Nachdenken, was mich bewog, Christ zu werden. Damit meine ich die Entscheidung, mein Leben bewusst Tag für Tag mit Jesus Christus zu leben und zu glauben, dass ich durch Ihn sinnerfüllt und ewig leben werde! Dass ich Christ wurde und es immer noch bin, hatte mit Nachdenken zu tun – mit jenen Prozessen im Gehirn, deren Ergebnis ich vertraue.

Letztlich war es für mich ein entscheidender Punkt, dass mir der christliche Glaube und die Bibel als Wort Gottes die plausibelste Erklärung auf die Fragen „Woher komme ich? Wohin gehe ich? und Wofür lebe ich?“ gaben.

Das, was ich in der Folge mit Gott erlebte und die persönliche Beziehung, die wir als Familie mit Jesus Christus täglich leben, haben dazu geführt, dass ich denen, die mir zuhören, mit Leidenschaft und Überzeugung sagen möchte: „Versuch’s, denn es lohnt sich. Von Gott wirst du nicht enttäuscht!“

Wer über seinen Ursprung und die Frage nach seiner Zukunft konsequent nachdenkt, hat gute Chancen, sich eines Tages nicht vor Gott rechtfertigen und entschuldigen zu müssen, dass er nicht wirklich glauben konnte, dass ER existiert und wir Menschen ihm tatsächlich Rechenschaft schulden. Wir brauchen die Vergebung, die Gott uns in Jesus schenken möchte. Wir brauchen das Leben, das nur Er uns geben kann. Wer weiter glauben möchte, dass er und diese Welt ein Produkt des Zufalls sind und dass nach dem Tod alles vorbei ist, darf das gerne tun. Für mich persönlich macht das keinen Sinn.

Ich möchte mit einem Bibeltext aus Römer 1,19-22 schließen, der das Gesagte nochmals auf den Punkt bringt:

19 Das, was man von Gott erkennen kann, ist für den Menschen deutlich sichtbar; Gott selbst hat es ihnen vor Augen gestellt. 20 Seit der Erschaffung der Welt sind seine Werke ein sichtbarer Hinweis auf ihn, den unsichtbaren Gott, auf seine ewige Macht und sein göttliches Wesen. Die Menschen haben also keine Entschuldigung, 21 denn trotz allem, was sie über Gott wussten, erwiesen sie ihm nicht die Ehre, die ihm zukommt, und blieben ihm den Dank schuldig. Sie verloren sich in sinnlosen Gedankengängen, und in ihren Herzen, denen jede Einsicht fehlte, wurde es finster. 22 Weil sie sich für klug hielten, sind sie zu Narren geworden.

Veröffentlicht am 11.05.2016 © Karsten Gosse
In Cooperation mit

kehl1 kircher1 wtbau1 procom1 hoffmann1 wassermann1