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Lukas 15 - Der verlorene Sohn und der liebende Vater

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Der Boss eines großen Unternehmens hatte plötzlich Probleme mit seinem PC. In seiner Verzweiflung rief er seinen IT-Spezialisten daheim an. Die leise Stimme eines kleinen Mädchens antwortete flüsternd: “Hallo.”  Als er die Stimme des Mädchens hörte, bat er darum mit Papa sprechen zu dürfen und fragte, ob er denn daheim sei. „Ja”, kam die Antwort. “Kann ich mit ihm sprechen?” fragte er nach. Die Antwort überraschte ihn: “Nein.” Also fragte er, ob mit des Mädchens Mutter sprechen dürfe. Wieder ein leises „Nein“. Wissend, dass ein kleines Mädchen nicht alleine zuhause gelassen werden würde, dachte er sich, dem möglichen Babysitter eine Nachricht zu hinterlassen. Also bat er das Mädchen, mit der Person sprechen zu dürfen, die in seiner Nähe wäre. Sie antwortete leise: „Ja, das ist aber ein Polizist.“ Natürlich wunderte sich der Chef, was denn ein Polizist bei seinem IT’ler daheim macht und bat darum, mit ihm sprechen zu dürfen. „Nein, der kann jetzt nicht.“ „So, was tut er denn?“ „Er spricht mit Mama, Papa und dem Mann von der Feuerwehr.“

Jetzt begann er sich, Sorgen zu machen, zumal er das Geräusch eines Helikopters zu vernehmen schien. „Was ist das für ein Geräusch?“, fragte er das Mädchen. “Ein Hello Kopper“ war die Antwort. “Was ist da los?” fragte er nun in einem sehr ernsten und besorgten Ton. Frustriert wollte er wissen: „Warum sind die denn alle da?“ Immer noch flüsternd, aber mit einem leisen Kichern, sagte das Mädchen: “Die suchen mich.“

Nun, viele von uns wissen wie es ist, wenn man plötzlich jemanden vermisst, denn man sehr liebt. Meine Frau und ich haben solche Situationen schon erlebt, als das ein oder andere unserer Kids in der Stadt oder im Kaufhaus plötzlich vom Erdboden verschluckt wurde. Einmal kam eines sogar an einem riesigen, vollen Strand in der Algarve abhanden. - Panische Katastrophengefühle stellten sich ein, die man keinem wünscht.

Jesus erzählt die Geschichte eines ganz anderen Abhandenkommens bzw. Verlorengehens eines geliebten Menschen. Die involvierten Gefühle der Beteiligten stehen eher zwischen den Zeilen. Wir finden dieses Gleichnis in Lukas 15,11-32

Vom verlorenen Sohn

11 Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne.12 Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie. 13 Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land; und dort brachte er sein Erbteil durch mit Prassen.14 Als er nun all das Seine verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er fing an zu darben 15 und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten.16 Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen; und niemand gab sie ihm.17 Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger!18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.19 Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner Tagelöhner!20 Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn.
21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße.22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße23 und bringt das gemästete Kalb und schlachtet's; lasst uns essen und fröhlich sein!24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.
25 Aber der ältere Sohn war auf dem Feld. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er Singen und Tanzen26 und rief zu sich einen der Knechte und fragte, was das wäre.27 Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiederhat.28 Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn.29 Er antwortete aber und sprach zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot noch nie übertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich gewesen wäre.30 Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Hab und Gut mit Huren verprasst hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet.31 Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir und alles, was mein ist, das ist dein.32 Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden.

Ein grandioses Stück Literatur, das uns Lukas, der Arzt, hinterließ. Das sogenannte Gleichnis vom „verlorenen Sohn“ ist eine Geschichte, die nur Jesus so pointiert erzählen konnte. Es ist ein Gleichnis über ein zweite Chance, einen Neuanfang, über Dummheiten, Fehler, Einsicht, Umkehr, Vergebung und vor allem über die alles überragende Liebe eines Vaters für seinen Sohn, der ihn schwer enttäuschte.

Wenn Jesus Gleichnisse erzählte, dann stellte er die üblichen Erwartungen und Sichtweisen seiner Zuhörer gewöhnlich auf den Kopf.

Der eigentlich verwerfliche, sehr dreiste, jüngere Sohn und Lebemensch - auf den die Zuhörer Jesu sicher eher Steine geworfen hätten, als ihm zu vergeben - wird positiv gezeichnet: als einsichtig, reumütig und als jemand, der aus Fehlern lernt.

Nun, Jesus war damals und ist heute immer noch andersartig – das zeichnete ihn aus, wenn er predigte. Das hebt ihn auch heute noch ab von all dem und denen, die sich zwar mit seinen Namen schmücken und ungerechtfertigt bzw. unlauter vermarkten, ohne IHN – Jesus – zu kennen, geschweige wirklich zu lieben.

Wer Jesus allerdings an sich persönlich heran lässt, der wird merken, wie tiefgehend und lebensverändernd es ist, wenn er in unser Leben tritt und uns persönlich berührt und führt.

Warum erzählt er diese Geschichte so? – Das gehört mit zum Aufbau der Spannung, die es braucht, damit sich die Lektion unvergesslich einprägt. ER will die Menschen bewegen, zuerst in ihren üblichen, festgefahren Denkweisen zu denken und ihr Urteil zu sprechen, bevor er ihnen dann ganz plötzlich und unerwartet spiegelt, wie verkehrt ihr Denken ist.

Die Maßstäbe seines Reiches waren und sind andere als die damaliger und heutiger Zeit, Prägung, Kultur und Tradition. Dennoch bleiben sie aktuell, unfehlbar und nachhaltig effektiv. Denn Jesus ist Gott! U.a. wegen seines Anspruchs, Gott zu sein, wurde er hingerichtet.

Trotzdem hat sich leider nichts daran geändert, dass damals wie heute nur wenige hören wollen, was Jesus wirklich zu sagen hat.

Stattdessen wird in den Medien mit allen Mitteln gegen die gewettert, die ihren Glauben leben und darüber sprechen. Man wirft denen oft Intoleranz vor, geht aber mit deren Überzeugung noch intolleranter um. Plötzlich werden Christen, die sich für Frieden, Versöhnung, Liebe und Diakonie einsetzen, in die gleiche Ecke wie radikale Moslems gesteckt. Ja, sogar mangelnde Intelligenz wird ihnen bisweilen unterstellt, denn wer an Jesus glaubt und das bekennt, ist dumm.

Jesus möchte dennoch auch heute noch gehört werden. Gehör findet er zwar selten, weil selbst vieles im sogenannten Christentum von Jesus selbst ablenkt.

So flüchten die Menschen heute in andere Religionen, esoterische Praktiken oder wollen mit dem Glauben nichts mehr zu tun haben, weil sie zwischen Anspruch und Wirklichkeit eine unüberwindbare Kluft wahrnehmen. Im besten Fall bekennen sie sich noch zum Glauben an Gott. Aber der Glaube wie in die Bibel versteht - als eine innige, persönliche Beziehung zu Christus - , ist den meisten Menschen leider fremd.

Jesus nennt seine Nachfolger im NT Freunde. Die, die seinen Willen tun, bezeichnet er sogar als Brüder und Schwestern, Väter und Mütter. Nähe zu Jesus kann man ohne die Kenntnis seines Willens und Wortes kaum erwarten.

Genauso wenig übrigens wie man glücklich verheiratet sein kann, wenn man nicht miteinander redet, aufeinander hört. Wer Jesus so behandelt wie manche Männer ihre Ehefrauen – als Dienstleister, die ihnen das Leben angenehm gestalten und ihre Bedürfnisse befriedigen – hat das Wesentliche verpasst.

Es ist ein Fehler, sich ablenken zu lassen von Gott und Jesus selbst, weil das vermeintliche Bodenpersonal Mist baut.

Von uns Golfern würde auch niemand mit dem Golfsport aufhören, den wir so sehr lieben, falls die Leitung des DGV gravierende Fehler machen würde?

Deshalb kann ich auch nicht aufhören, von Jesus zu reden, weil ich ihn persönlich kennen gelernt habe und er mein Leben grundlegend veränderte.

Bloß weil einige oder viele im Namen dieses Christus Mist gebaut haben und immer noch bauen, zweifel ich doch nicht an SEINER Integrität.

Im Gleichnis vom verlorenen Sohn macht die literarische Struktur sehr schön deutlich, dass hier drei Personen für drei Wahrheiten stehen.

Eine Hauptaussage des Gleichnisses ist, dass alle Sünder zur Umkehr ermutigt werden, egal wie schwer ihr Vergehen auch ist, mit dem sie sich ins Abseits manövriert haben.

Das ist eine logische Schlussfolgerung, denn auch wir wären geneigt, den sogenannten verlorenen Sohn für das, was er tat, zu verurteilen. Aber jeder, der dieses Gleichnis liest, merkt, dass Jesus hier einen Schwerpunkt auf Vergebung, die 2. Chance und bedingungslose Liebe und Gnade legt.

Andere würden die Zurechtweisung des älteren Bruder als eine Art Höhepunkt in Jesu Erzählung sehen. Dann wäre der springende Punkt, dass man sich über die Umkehr und Errettung eines Sünders freuen sollte. – Lektion: Komm runter von deinem hohen Ross der Selbstgerechtigkeit.

Für andere ist das Hauptthema des Gleichnisses die außerordentliche Liebe des Vaters und seine schier unendliche Geduld mit seinen Söhnen.

1. So wie der verlorene Sohn immer die Möglichkeit hatte, umzukehren, so hat jeder Sünder, egal wie schlecht es um ihn bestellt ist, die Möglichkeit, seine Sünde zu bekennen und zurück zu Gott zu kommen.

Das ist ein schwieriges Thema. Über Sünde redet der moderne Mensch nicht gerne, weil der Gedanke, dass man sich vor einer höheren Instanz für sein Handeln zu verantworten hat, unpopulär ist. – In die Zeit, in der man Kraft autonomer Vernunft tut und lässt, was man will, passt ein Gott nicht, der klare Maßstäbe hat – auch in Fragen der Ethik.

Und wenn man an Gott glaubt, dann glaubt man, dass Gott nach dem Prinzip verfährt „Böses mit Gutem“ aufzurechnen. Als wenn Gott die Paybackkarte erfunden hätte…

Das ist ungefähr so, als wenn ich plötzlich Besuch bekäme, dem ich etwas zu essen anbieten möchte. Nur 5 Eier sind noch im Kühlschrank.

Also mache ich RĂĽhrei. Ich schlage die 4 ersten Eier in die Pfanne und schlieĂźlich das 5. Ei.

Das ist allerdings dermaĂźen faul, dass die ganze KĂĽche gleich zum Himmel stinkt. Ja, ein faules Ei stinkt zum Himmel.

Ich sage zu meinem Besuch: „Macht ja nichts. 4 Eier sind gut, nur eines ist faul. Das wird schon schmecken.“

Ich brauche nicht zu sagen, was die Reaktion eines jeden vernünftigen Menschen wäre. Wir glauben allerdings, dass das mit Gott so oder ähnlich  funktionieren könnte. Er wird unser faules Ei schon schlucken.

Aber Gott denkt an dem Punkt anders. Wenn wir mit ihm auf der Grundlage von Plus- und Minuspunkten verhandeln wollen, dann geht die Rechnung nicht auf, weil er als heiliger Gott nur heilige und vollkommene Menschen in seinem Reich akzeptieren könnte. Seine Maßstäbe sind andere. So viele gute Dinge und Taten können wir gar nicht tun, um unsere schlechten aufzuwiegen.

Jesus machte ja klar, dass selbst das Sündigen in Gedanken den gleichen Stellenwert hat, wie das der Tat. Beispiel Ehebruch. – Wer hat da eine Chance auf Punkteausgleich?

So gesehen, hätte keiner von uns eine Chance. Also musste eine andere Lösung her. Und das Gleichnis macht deutlich, dass es diese Lösung gibt: Eine Vergebung, die unverdient und bedingungslos ist.

Sie ist allerdings vollkommen einseitig und geht nur vom Vater aus. Während der Sohn im Gleichnis Bedingungen verhandelt und vorschlägt für die Wiederaufnahme im Betrieb seines Vaters, geht der Vater hin und nimmt ihn „bedingungslos“ wieder wie seinen Sohn auf.

Der SĂĽnder muss nichts tun, auĂźer sich in die Arme des Vaters fallen zu lassen. Das ist das Angebot Gottes an den Menschen. Gott will keinen Deal.

Epheser 2,8-9 drückt das so aus: „Noch einmal: Durch ´Gottes` Gnade seid ihr gerettet, und zwar aufgrund des Glaubens. Ihr verdankt eure Rettung also nicht euch selbst; nein, sie ist Gottes Geschenk. 9 Sie gründet sich nicht auf ´menschliche` Leistungen, sodass niemand ´vor Gott` mit irgendetwas großtun kann.“

Umsonst – ja, das ist Gnade! Aber nicht „kostenlos“. Die Kosten übernahm Jesus selbst. Er hat für ein ausgeglichenes Punktekonto gesorgt.

Deshalb konnte er am Kreuz ausrufen: Es ist vollbracht. Die Schuld ist beglichen.

Er nahm unsere Strafe auf sich. Deshalb kann die Bibel sagen: Wer Jesus hat, der hat das Leben.

Aber ich muss ihn haben, ein Gotteskind werden. Vom Geschöpf zum Kind wird man laut NT durch eine bewusste Entscheidung, Jesus aufzunehmen (Johannesevangelium 1,12), indem man Ja sagt zu seinem Opfer und damit seine Erlösungsbedürftigkeit eingesteht. Seinen Namen tragen, der irgendwo auf einem Schein steht, reicht nicht. Jesus will keine Scheinchristen, sondern Menschen die ihn lieben.

2. So wie der Vater jede Anstrengung unternommen hat, Versöhnung anzubieten, so bietet auch Gott allen Menschen - egal wie wenig sie es verdienen mögen - verschwenderisch und freigiebig seine Vergebung an.

Dieses Gleichnis spiegelt sicher nicht den Normalfall dessen wieder, was damals an der Tagesordnung war. Das macht es ja gerade zu einer so ungeheuerlichen Erzählung. Kenneth Bailey, Kenner des Orients, geht soweit, dass er die Bitte des jüngeren Sohns mit dem Wunsch gleichsetzt, dass der Vater tot sein möge. Die Antwort des Vaters auf diesen ungeheuerlichen Wunsch ist ein unfassbarer Ausdruck von Geduld und Liebe.

Es ist ein wenig kompliziert, dieses Gleichnis bzgl. der legalen Gepflogenheiten von damals einzuordnen. Man ist sich einig, dass die Wiederaufnahme des Sohns durch den Vater absolut a-typisch war. Es mag sein, dass ein Vater innerlich erfreut gewesen wäre, seinen Sohn wieder zu sehen, aber kein Mann im Nahen Osten, der etwas Selbstrespekt und Ehre besaß, hätte je eine so herablassende Geste wie die des Entgegenlaufens gezeigt, sagt Bailey.

Im Griechischen wird zu dem noch betont, dass der Vater den Sohn sah als der „noch fern war“, was deutlich macht, dass der Vater aktiv, vielleicht gar täglich ein gut Stück Weg zurücklegte, um in die Ferne zu sehen, ob sein Sohn nicht doch heim käme. Ein Indiz dafür, dass er niemals aufhörte, ihn zu lieben.

Ein Vater des Orients hätte den Sohn auch nicht unterbrochen, bevor er sich glaubwürdig entschuldigt und gerechtfertigt hätte (vgl. 21; 18-19). Ganz zu schweigen davon, hätte er wohl kaum ein sofortiges, luxuriöses Bankett veranlasst (22-23). Alles das deutet darauf hin, dass Jesus mehr als eine gewöhnliche, halbwegs realistische Familiengeschichte erzählen wollte. Nein, er brauchte dieses Stilmittel, um deutlich zu machen, wie unglaublich Gottes Geduld und Liebe für die Menschen ist.

3. So wie der ältere Bruder sich hätte freuen sollen, anstatt sich zu ärgern, dass sein jüngerer Bruder umgekehrte und wieder eingesetzt wurde, gilt es, froh statt verärgert zu sein, wenn Gott seine Gnade selbst denen schenkt, die es am wenigsten zu verdienen scheinen.

Das Ende des Gleichnisses ist offen. Ob der ältere Bruder rein ging und mitfeierte, wissen wir nicht.

Was wir wissen, ist, dass die Gleichnisse aus Lukas 15 klar und deutlich zeigen, warum Jesus sich mit Sündern abgibt. Er spiegelt das Mitleid Gottes für den Verlorenen, egal aus welcher gesellschaftlichen Schicht er kommt, denn erlösungsbedürftig sind sie alle. Im Gegensatz zum Denken der Pharisäer nimmt Gott den Sünder auf, statt ihn zu verstoßen.

Ich lade euch/Sie ein, diesem Jesus auf den Grund zu gehen und die eigene Prägung und Denke mal an dem zu überprüfen, was Jesus selbst gesagt hat. Das NT ist die Primärquelle alles dessen, was man über Jesus wissen muss.

Vielleicht gibt es ja irgendwann auch mal einen Gesprächskreis von Golfern über „Gott und Golf“. Wäre sicher spannend.

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Veröffentlicht am 02.07.2010 © Karsten Gosse
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