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Weihnachten - verwundert's dich noch?

Weihnachten – verwundert‘s dich noch? - Predigt, (c) K. Gosse, gehalten am 17.21.17 in Rothenburg o.d.T.
Heute geht es um das „Wunder des Lebens“ – man könnte auch sagen „WOW! Was für ein Leben!“
 
1. Johannes 5,1-5
1 Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unseren Augen, was wir betrachtet haben und unsere Hände betastet haben, vom Wort des Lebens – 2 und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, das beim Vater war und uns erschienen ist –, 3 was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. 4 Und dies schreiben wir, auf dass unsere Freude vollkommen sei. 5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.
 
Es verwundert zuerst mal, dass Johannes einen Satz schreibt, der so lang ist, dass er einem im wahrsten Sinn des Wortes den Atem raubt – wollte man ihn in einem Atemzug lesen.
Johannes liefert eine der vielleicht prägnantesten Zusammenfassungen dessen, was Weihnachten war, was es bedeutet und vor allem, worauf es eigentlich abzielt.
Er überschlägt sich förmlich, weil es ihm schwerfällt zu fassen, dass Gott uns so nahekommen wollte, dass wir ihn sehen, hören und betasten können.WOW! Was für ein Leben!
 
Und nein, der Wert dieser Botschaft von einem Gott, der Mensch wurde, liegt nicht in der Romantik eines Babys in der Krippe, sondern in der Tiefe ihrer Relevanz und persönlichen Erfahrbarkeit, die in einem Leben mündet, dass man nicht für möglich gehalten hätte, weil es auf Erlösung, Befreiung und Heilwerden fußt.
 
Wäre Mangel an Wissen unser größtes Problem, hätte Gott uns einen Professor geschickt; mangelte es uns an Technik, hätte er einen Ingenieur geschickt; bei fehlendem Geld - einen Vermögensberater; fehlte uns Wellness, hätte er uns einen Masseur geschickt.Aber unsere größte Not war und ist Vergebung und Heilung, deshalb hat Gott uns den Heiland und Retter Jesus geschickt.
 
Das und nichts anderes will Johannes hier mit vielen anderen Zeugen so vermitteln, dass du und ich am Ende dieses Gottesdienstes als völlig veränderte Menschen hier rausgehen.
Das Baby in der Krippe als weihnachtliches Symbol überrascht niemanden mehr. Es mag uns sentimental noch irgendwie berühren, aber unser Leben verändern wird es nicht. Es sei denn, wir lassen den ausgewachsenen, gefolterten und auferstandenen Jesus an uns heran. Den Jesus nämlich, den Johannes persönlich kennenlernte und den er uns in diesen Versen so leidenschaftlich ans Herz legt: als Freund und Retter!
 
Einige Vorbemerkungen zu diesem außergewöhnlichen Text bzw. Brief.
Johannes startet hier mit „Relativpronomen- und Sätzen“, die erstmal gar nicht darauf schließen lassen, was der eigentliche Hauptsatz ist.
 
1 Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unseren Augen, was wir betrachtet haben und unsere Hände betastet haben, vom Wort des Lebens...
 
Mit „was, was, was und nochmals was“ zu beginnen war auch damals eher ungewöhnlich und hatte sofort die volle Aufmerksamkeit aller, die diesen Brief damals vorgelesen bekamen – Christen und Noch-Nicht-Christen. Sie merkten: Irgendwas ist anders; ist hier sehr besonders! Hat der Text auch deine Aufmerksamkeit?
 
Folgende Begriffe werden mindestens 2-3 Mal wiederholt und damit besonders hervorgehoben: „was wir gehört haben“, „was wir gesehen haben“, „was erschienen ist“, „wir verkündigen“, das Wörtchen „was“ und immer wieder schreibt Johannes hier im Plural „wir, uns, unsere“!
 
Auffallend in der Einleitung und dem Rest des Briefes, ist, die von Johannes immer wieder gewollte Verknüpfung zu verschiedenen Stellen im Johannesevangelium. Die ersten Verse im Brief, erinnern u.a. an Joh 19,35, wo Johannes mit Blick auf das persönliche Erleben der Kreuzigung Jesu (stell dir das mal vor!) schrieb:
„Das bezeugt der, der es mit eigenen Augen gesehenhat, und sein Bericht ist wahr; er weiß, dass er die Wahrheit sagt. Und er bezeugt es, damit auch ihr glaubt. Diese Dinge sind geschehen, weil sich erfüllen sollte, was in der Schrift (Alten Testament) vorausgesagt ist: ``Es wird ihm kein Knochen gebrochen werden… .´´
 
Ja, es geht Johannes um Wahrheit. Wahrheit, Echtheit, Authentizität, denn sie sind die Grundlage, auf der man zum Glauben findet! Plötzlich weiß man: Ja, dieser Jesus ist echt. Er meint mich! Johannes liegt an der Wahrheit. Deshalb schreibt er immer wieder vom wir oder uns, denn es sind viele(!), die bestätigen und beweisen können, das wahr ist, was er schreibt und was geschah.
 
Hätten die Autoren des Neuen Testaments gelogen, hätten sie niemals so viele historische Einzelheiten berichtet, die man verifizieren kann; sie hätten niemals freiwillig Frauen als Zeuginnen der Auferstehung angeführt, die als Zeuginnen vor einem Gericht damals gar nicht zugelassen wurden. (Jesus war es übrigens seinerzeit, der die damals gesellschaftlich „belanglosen“ Frauen und Kinder öffentlich aufgewertet hatte.)
 
Johannes fordert uns gewissermaßen heraus, doch selbst nachzuforschen, um zu sehen, zu hören und zu fühlen, dass er die Wahrheit sagt, wenn er von SEINEM Jesus spricht.
Was er schreibt und sagt ist von Leben und persönlicher Erfahrung und Liebe durchdrungen. Seine Erfahrung kommt deshalb so überzeugend und leidenschaftlich rüber, weil er sie als der Jünger, den Jesus besonders mochte, ganz persönlich machte. Keiner hatte ein so inniges Verhältnis zu Jesus wie er! „WOW! Was für ein Leben!“
 
Johannes argumentiert in seinem Brief anders als der Akademiker Paulus in seinen Briefen. Johannes spricht in vielen verschiedenen Facetten von dem, was ihn letztlich so überwältigt: Die Liebe Gottes, die uns in der Menschwerdung Jesu so unglaublich nahegekommen ist und die im Kreuz ihren absoluten Höhepunkt hatte, weil sie sich darin bewies, dass einer an unserer Stelle sein Leben ließ, um uns vor der ewigen Verdammnis zu retten. Was für eine Liebe war das. Eine Geschichte illustriert das:
 
Man erzählt die Geschichte eines mittelalterlichen Mönchs, der für seine kommende Predigt warb, indem er sagte, dass er am kommenden Sonntagabend über die Liebe Gottes predigen würde. Als die Sonne an jenem Sonntag untergegangen war und die Gemeinde sich versammelt hatte, schritt der Mönch durch die versammelte Schar der Gläubigen nach vorne zum Kreuz. In seiner Hand hielt er eine brennende Kerze.
Als erstes hielt er die Kerze in die Nähe der Dornenkrone, dann erleuchtete er die durchbohrten Hände und schließlich die Speerwunde in der Seite der Jesusfigur.
Dann blies er die Kerze aus und verließ die Kirche. Mehr gab es nicht zu sagen.
 
Johannes kommt also nicht über die Logik und den Verstand wie Paulus oder Petrus, die lehren wie aus der unverdienten Rechtfertigung des Sünders ein Glaube folgt, der Hand und Fuß hat. Auch das ist wichtig und hatseinen Platz, weil Glaube und Verstand ein MUSS sind (1. Gebot). Nein, Johannes kommt übers Herz und führt uns darüber zum Herzen Gottes.Ein Theologe schrieb: „Hätte Jesus einen Brief geschrieben – er würde so aussehen wie der Erste Johannesbrief.“
 
Gott macht sich in Jesus Christus mit den Sinnen erfahrbar. Er teilte sich uns so mit, damit wir ihn verstehen und erfahren können.
Das ist Weihnachten! – Macht keinen Sinn, denkst du dir vielleicht. Ja, das geht dir nicht alleine so:
 
Das ging einem Mann auf dem Land ganz ähnlich, als er vor seinem Kamin saß und über Weihnachten nachdachte. Irgendwie kam er zu dem Schluss, dass es keinen Sinn mache, dass ein allmächtiger Gott in Gestalt eines Babys in diese Welt kommt – noch dazu im Dreck eines Stalls. Absurd! Das hätte er anders lösen können, ja, müssen!
Während er so nachdachte, rumpelte es vor seiner Tür.
Als er zur Tür rausging, entdeckte er 2 Wildgänse, die offensichtlich die Formation gen Süden verlassen hatten, weil die Kraft nicht reichte. Da es kalt war, versuchte er die Gänse in seine Gartenlaube zu treiben. Aber je mehr er es versuchte, umso mehr schrien und wehrten sie sich.
„Wenn ihr nur verstehen würdet, dass ich euer Bestes will! Wenn ich doch nur eure Sprache spräche!“ - Als er das sagte, fiel es ihm wie Schuppen von den Augen, dass die Sache mit Gott, der zum Kind wird doch eigentlich nichts anderes ist: Er nahm unsere Gestalt an, wurde Mensch, um uns zu sagen und zu beweisen, wie sehr er, GOTT, uns liebt!
 
Genau – und das versucht Johannes uns hier zu vermitteln: Am Anfang und am Ende der Liste der Sinneswahrnehmungen in den ersten Versen des Briefes steht das Hören. Es umschließt die Sinneswahrnehmungen und ist deshalb besonders wichtig. Wichtig auch für uns hier und jetzt. Warum?
In Römer 10,17 steht: Also ist der Glaube aus der Verkündigung (die man hört), die Verkündigung aber durch das Wort Christi. Glaube setzt das Hören der Botschaft voraus.
 
Hören
Im 1. Johannesbrief ist das Hören fest auf den „Logos“, das Wort, bezogen – JESUS selbst - und auf seine Botschaft – die GUTE NACHRICHT von bedingungsloser Liebe und Vergebung! Das offene Ohr für diese Person und seine Botschaft schenkt der Glaube. Besser: Es wird von Jesus, vom Wort Gottes selbst, für den Glauben geöffnet.
 
Sehen und Schauen
Es ist interessant, dass Johannes hier vom Sehen und Betrachten/Schauen schreibt. Als wenn das Betrachten nochmals eine Art tiefergehendes Sehen ist. (1Joh 1,1).
„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, (Anmerkung: - TIEFER BETRACHTET -) eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Johannesevangelium 1,14
 
Fest steht, dass es Johannes und sehr viele andere Ohren- und Augenzeugen waren, die das bezeugen konnten. Was sie persönlich erlebten, hatte unglaubliche Konsequenzen in ihrem Leben, von denen sie nicht schweigen konnten. Sie schwiegen selbst dann nicht, als es um Kopf und Kragen ging – vor dem Hohen Rat. Apostelgeschichte 4: "Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Ob es vor Gott recht ist, auf euch mehr zu hören als auf Gott, urteilt ihr! Denn es ist uns unmöglich, von dem, was wir gesehen und gehört haben, nicht zu reden."
 
Sie nahmen kein Blatt vor den Mund. Wer riskiert denn freiwillig sein Leben, es sei denn, er steht für die Wahrheit und die lebensverändernde Begegnung mit Jesus? – Das ist ein weiteres Indiz für die Zuverlässigkeit der Berichte im Neuen Testament.Wer die neutestamentlichen Schriften diskreditieren will, um sie in den Bereich der Fabeln zu verweisen, hat weder Ahnung von Geschichte, noch von Literatur.
 
John Lennox, Professor in Cambridge, stellt sich seit Jahren in persönlichen Debatten und seinen Büchern den haltlosen Argumenten vieler Atheisten. Sein Buch „Gott im Fadenkreuz“ habe ich mit viel Gewinn gelesen. Es gibt sehr vernünftige Gründe, der biblischen Botschaft zu glauben – selbst für Intellektuelle.Und dennoch: Auch wenn es wirklich überzeugende Indizien für die Existenz Gottes, die Menschwerdung Jesu und die Plausibilität in Sachen Glauben gibt, gibt es keinen allgemeinen und objektiven Beweis für Gottes Existenz – aber auch keinen gegen dieselbe.
Aber unzählige Belege gibt es, dass es Sinn macht, Jesus von Nazareth zu glauben.
 
Ja, OHNE GLAUBEN geht es nicht! Unser Leben im Hier und Jetzt kann sich nur dann verändern, wenn wir tun, was Jesus dem „ungläubigen Jünger Thomas“ sagte, der Beweise brauchte, dass Jesus tatsächlich auferstanden war.Als er seine Hände schließlich in die Wunden Jesu legte, sagte Jesus zu ihm: „Selig (gerettet oder heil wird), wer nicht sieht und dennoch glaubt!“ (Joh 20,29).
 
Tasten
Thomas und auch Johannes haben Jesus betastet und berührt. Das können wir nicht mehr.Johannes erfuhr die Fürsorge und Nähe Jesu als jüngster Jünger im Kreise der Zwölf besonders. Während der letzten gemeinsamen Mahlzeit mit Jesus, lehnte Johannes an Jesu Herz (Joh 13,23):Es war aber einer unter seinen Jüngern, der zu Tische lag an der Brust Jesu, den hatte Jesus lieb.“
 
Diese innige Nähe und Liebe Jesu können auch wir erfahren, wenn wir uns diesem Jesus heute anvertrauen.Die Form von Geborgenheit, Trost, Frieden, innerer Heilung unserer offenen Wunden von Verlust, Bitterkeit oder Enttäuschung kann uns dieser ganz persönliche Heiland Jesus schenken.Johannes lädt dich ein, am Herzen Jesu zur Ruhe zu kommen, Frieden zu finden! JESUS ist wie kein anderer warm- und barm-HERZ-ig; tröstet, liebt, vergibt – welche Religion, welcher Gott kann uns das geben? Jesus sagte: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken!“
 
Bei aller Liebe und allem Respekt gegenüber jedem, der nicht glaubt, oder seinen Frieden in anderen Religionen oder etwaigen Geistesübungen (esoterisch, asiatisch oder autogen) sucht:
Es gibt keine Hoffnung, keinen Trost, keine Liebe, keinerlei Rahmen, in dem sich sicherer und erfüllter leben ließe, als in einer lebendigen, echten, erlebbaren Freundschaft mit Jesus!
Mehr als das, geht dieses erfüllte Leben über den Tod hinaus. Johannes spricht vom „Wort des Lebens“, das im Ewigen Leben gipfelt. Jesus hat das – ganz radikal und ohne political correctness - von sich selbst gesagt:„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben! Niemand kommt zum Vater (ewiges Leben), es sei denn durch mich!“ (Joh 14,6)
 
Jesus lädt uns ein – ganz exklusiv – die Ewigkeit mit ihm und seinem Vater zu verbringen. Dieser exklusive Anspruch Jesu bedeutet allerdings auch, dass es eine Verdammnis gibt. Von der hat Jesus im Neuen Testament insgesamt öfter gesprochen als vom Himmel.Ist das lieblos und macht die Weihnachtsstimmung kaputt? Kann man an so einen Gott nicht glauben? In Gottes Augen ist es konsequent. Wer nicht wählen kann, kann sich nicht entscheiden. Liebe lässt die Wahl, man kann sie nur freiwillig gewähren oder empfangen, aber sie verschweigt weder die positiven noch die negativen Konsequenzen unserer Wahl.
 
In 1. Johannes 5,11-12 schreibt Johannes das nochmals deutlich mit anderen Worten: Und das ist das Zeugnis (Beweis), dass uns Gott das ewige Leben hat gegeben; und solches Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“
Jesus erschien an Weihnachten vor 2000 Jahren hörbar, spürbar, nahbar. – Das bedeutet Weihnachten: Gott wurde Mensch – spürbar, hörbar, nahbar! - Glaubst du ihm?
 
Ich predige das innig und leidenschaftlich, weil ich mir wünsche, dass du erlebst, was ich erlebe. Ich kann nicht mehr tun, als einzuladen, Teil dieser Familie von Erlösten, Geretteten und Heilgewordenen zu werden. Entscheiden musst du.
 
Johannes formuliert das so in Vers 4 – und das ist der Hauptsatz der ganzen Relativsätze, mit denen er begonnen hat:
…das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. 4 Und dies schreiben wir, auf dass unsere Freude vollkommen sei.
 
Der springende Punkt ist, dass jeder, der sich dieser Familie Gottes anschließt, zu einer Freude finden wird, die konkurrenzlos ist. Erfüllend.
Warum? Weil im Kern der Menschwerdung Jesu die Absicht und das Programm Gottes von Vergebung unser Schuld und Sünde steckt. Das ist am Ende wie eine unerwartete Befreiung aus engen Ketten und Zwängen. Wir können gerne darüber diskutieren, ob Gott das alles hätte anders lösen können, aber es ändert nichts. Das war und ist und bleibt sein Weg - Jesus.
 
Jesus wurde geboren um zu sterben und als stellvertretenden Opfer für unsere Schuld zu sterben. Weihnachten das Fest der Liebe?
Ja, weil am Ende – nicht ganz am Ende – das Kreuz auf Golgatha steht, an dem Gott seine Liebe zu uns beweist, indem er an unserer Stelle ans Kreuz geht.
Dann sagt Johannes: Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.
 
Der Atheist und Philosoph Schopenhauer (1788 - 1860) sagte mal: „Aber ich glaube, daß wann der Tod unsre Augen schließt, wir in einem Licht stehn, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist.“
 
Interessant. Er könnte uns heute sicher sagen, ob sich seine Vorstellung der Dinge mit der Realität des Lichtes decken, das er zu sehen bekam. Wir müssen vorher entscheiden, was wir glauben wollen – wem wir glauben wollen. Aus der Finsternis dieser Welt ins Licht Gottes zu treten ist ein mutiger Schritt in heutiger Zeit. Aber wir müssen diesen Schritt selber tun.
Wir entscheiden selbst, ob wir diese Einladung annehmen, die Jesus uns macht, Zeit und Ewigkeit bei ihm daheim zu verbringen, der den Stall und das Kreuz längst gegen die Herrlichkeit eingetauscht hat, die auf alle diejenigen wartet, die aus einem traditionellen Geburtstags-Fest Jesu das Fest ihrer eigenen Neugeburt machen.
 
Als Jesus mit dem Theologen Nikodemus sprach (der einen guten Ruf zu verlieren hatte und deshalb nachts kam), der viele Fragen hatte, weil er gesehen hat, dieser Jesus ist anders; kann das, was er tut, nur tun, wenn Gott dahintersteckt: Johannesevangelium Kapitel 3
"Der suchte Jesus bei Nacht auf und sagte zu ihm: Rabbi, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist. Jesus antwortete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von oben geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen."
 
Hier geht es tatsächlich um die klassische und bewusste Umkehr, für die wir uns entscheiden können, wenn wir erleben wollen, wie bereichernd das Leben ist, wenn man es mit dem gemeinsam lebt, der es erfunden hat.
 
Wer mag, kann dieses folgende  Gebet ganz bewusst zu seinem eigenen machen:
„Lieber himmlischer Vater, ich danke dir, dass du uns in Jesus Christus begegnet bist und gezeigt hast wie du bist.
Danke, dass du, Herr Jesus, an meiner Stelle ans Kreuz gegangen bist, um für meine Schuld dein Leben zu lassen.
Bitte vergib mir meine Schuld, komm in mein Leben und übernimm das Kommando.
Ich möchte dir folgen und nach deinem Willen leben.
Mache du mein Leben neu, schenk mir deinen Frieden und deine Freude.
Danke, dass du mir nicht nur das Leben, sondern auch das Ewige Leben schenkst! Amen.“
Veröffentlicht am 22.12.2017 © Karsten Gosse
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