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MĂĽll im Leben

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Als wir noch in Portugal lebten, habe ich eine zeitlang einer über 70jährigen Dame Nachhilfe in Sachen Computer gegeben. Sie arbeitet mit dem Computer, weil sie ehrenamtlich für einen kleinen Verlag in Portugal Buchübersetzungen aus dem Englischen ins Portugiesische überarbeitet.

Nachdem wir uns bereits lange nicht mehr trafen, schrieb sie mir eine E-Mail und erzählte darin, dass ihr Computer wieder einmal Probleme machte, als sie es am Wenigsten brauchen konnte. Programme öffneten nicht und es sah danach aus, dass ein wichtiger Arbeitstag verloren ginge. Nach telefonischer Rücksprache mit dem Techniker, der ihr den PC verkaufte, war seine Diagnose klar: „Das muss ein Virus sein, bringen sie den PC. Wir regeln das!“ - Das bedeutete 30 Minuten Autofahrt in die nächst größere Stadt und Arbeitsausfall für mindestens einen Tag.

Dennoch, komisch war das schon, denn ihr teures Virenschutzprogramm hat sie täglich „up-ge-dated“ wie es auf Neudeutsch heißt.

Als sie mit dem Originalkarton des Computers für den Transport aus dem Keller kam, fiel ihr ein, dass sie irgendwann mal von mir gelernt hatte: „Entleere regelmäßig die Recycle-Bin!“ - den Computermülleimer. Sie schrieb: „Unglaublich, was sich da alles angesammelt hatte. Ich habe ihn entleert und “voila”, mein Computer lief plötzlich wieder wie am Schnürchen!“

Sie selbst war es, die ein Fazit aus diesem Erlebnis ableitete! Es lautete: „Wenn es einem Computer gut tut, hin und wieder den Müll zu beseitigen, wie viel mehr dann uns Menschen, wenn wir uns von dem Belast befreien, der uns auf unserer Seele liegt.“

Keine Ahnung welchen Balast Sie gerade in ihrer Seele mit sich herumschleppen. Vielleicht drückt sie die Tatsache, dass sie im Streit mit den Kindern oder ihrem Ehepartner auseinandergingen. Oder es ist die Sorge um das tägliche Brot, weil Arbeitslosigkeit droht oder schon längst Alltag ist. Vielleicht ist es Krankheit, die völlig unerwartet in ihr Leben oder das eines Menschen trat, den sie sehr lieben. Vielleicht haben sie sich an jemandem versündigt und würden gerne reinen Tisch machen, aber das ist leichter gesagt, als getan. Das und vieles andere kann unsere Seele belasten wie eine volle Recycle-Bin einen Computer. Das hat lähmende Wirkung.

Wohin mit dem Ärger, der Wut, den Fragen? Sicherlich ist es hilfreich, wenn man sich vertrauensvoll an einen guten Freund, eine Freundin wenden kann. Manchmal hilft der Gang zu einem Seelsorger. Sicher aber hilft, wenn man sich an den wendet, der in den Psalmen sagte: „Rufe mich an in der Not und ich will dich erretten. Du sollst mich dafür preisen!“ Psalm 50,15

Dieser Gott und Schöpfer des Universums sagt’s und vor allem meint ER es ernst. Wie ernst, hat ER bewiesen, in dem ER uns ganz nahe kommt – in Jesus, seinem Sohn. Jesus sagte: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken.“

Wenn jemand weiß, wie wir den Ballast unserer Seele und den Müll unseres Lebens loswerden können, dann Er. Ich habe das persönlich erlebt und habe es noch häufig nötig, meine Mühsal und Last zu Jesus zu bringen. – Und keine Sorge. So dumm ist es gar nicht, sich an diesen Jesus zu wenden, ihm die Chance zu geben, uns zu erquicken. Ein Fehler ist es, wenn man ihm keine Chance gibt, zu beweisen, dass er es kann. Ich weiß wie das ist, wenn man versucht, die Dinge, die einen belasten, alleine in den Griff zu kriegen. Heute will ich aber nicht mehr tauschen, weil ich weiß, dass es jemand besser kann als ich. Jemand, der Wert darauf legt, die, die mit ihm leben wollen, seine Freunde zu nennen.

Ein Stück Torte mag lecker aussehen. Ob es wirklich lecker schmeckt, wissen wir erst, wenn wir es probieren. Genau so ist das Psalmwort gemeint: „Sehet und schmecket wie freundlich der Herr ist!“ – Werfen sie das Stück Torte nicht in den Müll, bevor sie es probiert haben.

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Veröffentlicht am 21.04.2009 © Karsten Gosse
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