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Angst und Sorge

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Remscheid am 08. Dezember 1988. Ein US-Kampfbomber vom Typ A 10, "Thunderbold II", stĂŒrzt auf ein Wohngebiet, rammt ein Haus in der Stockder Straße und zerschellt auf einem FirmengelĂ€nde. Die ganze Umgebung liegt in TrĂŒmmern. Teile des Flugzeugs sind ĂŒber hunderte Meter verstreut. Tragische Bilanz: 6 Tote, 50 Verletzte.

Persönlich war ich damals an meiner ersten Stelle als Seelsorger im Lipperland. Als ich die Nachricht erhielt, hatten wir gerade die Betrachtung einer Bibelstelle abgeschlossen. In Sekundenbruchteilen verwandelte sich meine gute Laune in einen regelrechten Schockzustand. Obwohl ich einige hundert Kilometer vom Geschehen entfernt war, ging mir die Sache sehr nah. Meine Mutter und meine Schwester lebten zu dem Zeitpunkt in Remscheid. Handys waren damals noch nicht wirklich in Mode. Alles was ich wollte, war ein ganz normales Telefon. Meine Sorge ließ mich alles um mich herum vergessen. Das Telefon war schnell gefunden. Dass ich keine Verbindung bekam, machte die Sache fĂŒr mich noch schlimmer. Aus Sorge wurde Angst.
 
 "Mach dir keine Sorgen, Remscheid ist doch so groß!“, sagte jemand. Das war nicht wirklich ein Trost. Die Angst zu verlieren, wen man liebt, entwickelt ihre ureigene Dynam

Irgendwann dann hatte ich Gewissheit: Meine Schwester war zum Absturzzeitpunkt in der Schule, nicht weit entfernt vom UnglĂŒcksort aber weit genug. Meiner Mutter ging es ebenfalls gut. Gott sei Dank! Was war das fĂŒr eine Erleichterung!

Dennoch hat solch eine Situation auch etwas, aus dem ich lernen musste. Die Frage nach dem plötzlichen, gĂ€nzlich unerwarteten Tod stand im Raum. Ich musste mich ihr stellen. Wir alle mĂŒssen das – ohne Ausnahme. Immer wieder mal. Der Tod schĂŒrt jene Ängste, bei denen es uns Menschen nicht wirklich gelingt, sie zu verdrĂ€ngen. Mit ihr verbindet sich zugleich die Frage nach dem „Danach“. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Und wenn Gott wirklich ist?

Und auch, wenn wir die Frage „Gibt es ein Leben nach dem Tod“ hier nicht umfassend klĂ€ren und erörtern können, ist es interessant, dass die Bibel ein Gebet eines Psalmisten wiedergibt, in dem steht: „Gott, lehre uns bedenken, dass wir sterben mĂŒssen, auf dass wir klug werden.“

Klug im Blick auf was? Unser Leben hier zu ordnen, bevor wir abtreten? Den berĂŒhmten Frieden mit denen zu machen, mit denen wir seit Jahren oder Jahrzehnten im Klinsch liegen? Klug, damit wir nicht aufs falsche Pferd setzen und uns zur falschen Zeit an der Börse verzocken? Mag sein.

Klug aber vor allem auch deshalb, weil die Bibel uns einen dreieinigen Gott schildert, vor dem wir tatsĂ€chlich eines Tages stehen werden. Er wird – laut Bibel - vom Menschen Rechenschaft fordern. Das klingt hart, nicht wahr? Aber die Bibel lĂ€sst auch keinen Zweifel daran, dass wer Jesus kennt, sich im Blick auf die Zukunft nicht zu sorgen braucht. Die persönliche Beziehung zu Ihm; das Wissen darum, dass er fĂŒr meine Schuld aus freien StĂŒcken bĂŒĂŸte; und Gottes Wunsch, allen Menschen zu helfen, dass sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen – alles das sollte uns helfen, eine kluge Entscheidung zu treffen. Eine Entscheidung fĂŒr ein Leben mit Jesus. Welchen Weg wir gehen oder mit dem Auto fahren hat im Leben immer auch mit klugen Entscheidungen zu tun. Mit Blick auf die Ewigkeit mĂŒssen wir auch schon hier und jetzt entscheiden, welchen Weg wir wĂ€hlen.

Jesus sagt von sich in Joh 14,6: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, es sei denn durch mich.“

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Veröffentlicht am 21.04.2009 © Karsten Gosse
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