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Reisetagebuch Portugal 2017

Jochen Timme AndereReise 3. Woche - Abschlussbericht

Eine richtig gute Zeit

Das Ende vom Ende ist gekommen. Drei sehr erfolgreiche und segensreiche Wochen liegen hinter uns. Wie jedes Jahr hielten sich Dankbarkeit und Begeisterung über das von Jochen Timme Gelernte die Waage: 100% Dankbarkeit und 100% Begeisterung.

Aber auch die Kombination von Golf und geistlichen Impulsen ist gut angekommen. Eine Teilnehmerin schrieb, dass sie es sehr erstaunlich findet, wie offen und ehrlich diese gemeinsamen Zeiten von Andacht und Austausch sind. Sicher das Alleinstellungsmerkmal dieser Reisen. Es herrscht eine Atmosphäre von Vertrautheit unter Menschen, die sich zum großen Teil gar nicht oder kaum kennen.

Die letzte Woche war von einem herzlichen und humorvollen Miteinander von Schweizern und Deutschen geprägt. Neben den vielen lustigen Situationen, die entstehen, wenn Menschen mit verschiedenen kulturellen und sprachlichen Hintergründen gemeinsam Zeit verbringen, ist es die gegenseitige Wertschätzung, die nachhaltig auf mich wirkt.

Im kommenden Jahr geht es weiter – so Gott will. Es ist davon auszugehen, dass die Nachfrage steigt, wenn man den Aussagen der Teilnehmer glaubt, die in diesem Jahr zum ersten Mal dabei waren, wollen auch sie wieder mit von der Partie sein.

Nachtrag zum Feedback von zwei Teilnehmern...

Die fünf G der Ichtus Portugal Golfwoche.
Glaube - Genuss - Gesundheit (Schwingen ganz ohne Kraft) - Gelassenheit - Gemeinschaft: Ambiente, bewegende Lebensgeschichten und herrliche Freundschaften. Eine sehr wertvolle Woche.

Ein anderer schrieb: Das war eine Golfreise, wie man sie sich nur wünschen kann:
Tolles Wetter, prima Gruppe, optimaler Pro und erstklassiges Quartier.

sir henry cottonReise 3. Woche - 2. Bericht

Wenn man am freien Tag zur Arbeit fährt...

Gestern war unser freier Tag. Unser Pro legt Wert auf den freien Golftag, denn die meisten Golfer brauchen ihn auch nach zwei intensiven Trainings- und Golftagen. Am Anfang der Saison sind die Knochen vieler einfach müde. Wir selbst haben den Tag „dienstlich“ genutzt und... sind golfen gegangen. Ja, Opfer müssen gebracht werden ;-)

Hintergrund war die Einladung unseres Reiseveranstalters Peter (auch ein Pro), der uns ein alternatives Golfresort zeigen wollte. Auf dem Championship Course von Penina spielten wir 18 Loch. Obwohl der Platz als Parklandcourse ganz nett und die Trainingsbedingungen fast optimal sind, empfanden wir, dass das Resort nicht wirklich zu unseren Ichtu’s-Reisen passt. Dennoch kann es gut sein, dass wir im kommenden Jahr eine alternative Woche mit zwei anderen Plätzen anbieten werden. Steht aber noch nicht fest. Fest steht nur, dass die Pro-Reisen in den letzten beiden Märzwochen und der erste Aprilwoche stattfinden sollen.

puttenZur gestrigen Golfrunde, die ich mit zwei Pros von den weißen Abschlägen spielen durfte, kann ich nur sagen: Hat viel Spaß gemacht. Es gab hier und da den ein oder anderen Lacher (meist über mich). Zum Beispiel, als ich mit dem dritten Schlag auf einem Par 4 auf dem Grün war, etliche Meter zum Loch hatte und eine Fahne als „gefährlich“ empfand. Sie lag zwei Meter hinter dem Loch auf dem Grün. Als Jochen hörte, wie ich darum bat, sie "im Auge zu behalten", kam ein typischer Jochen-Spruch: „Das hast du jetzt nicht wirklich gesagt, oder? (Böser Blick!) Was ist das denn für eine Denke. Du lochst den jetzt ganz selbstverständlich.“ Ich war wieder einmal ertappt worden und mir blieb dann nichts anderes übrig als den Putt zum Par zu lochen. – Das nennt man Situationskomik, denn wer locht schon mal eben auf Ansage einen Vier-Meter-Putt, bergab und mit Break. Aber so ist er, dieser Jochen. Seine Lektionen sitzen - meistens - wie ein gut dosierter Putt.

rangeNegatives Denken, das immer davon ausgeht, dass das Schlimmste passiert, ist beim Golf nicht hilfreich. Bei unseren Trainingseinheiten reicht es Jochen deshalb nicht, wenn wir beim Chippen oder Putten sagen, dass wir den Ball so nah wie möglich ans Loch legen wollen. Seine Frage „Was ist das Ziel beim Golfen?“ kennt nur eine Antwort: „Denn Ball mit möglichst wenig Schlägen im Loch versenken.“

Dann kam gestern Abend der Wunsch der Gruppe auf, Bunker zu üben. Jochen dazu: „Ja, das machen wir am letzten Tag noch. Ist ja der einfachste Schlag beim Golf.“ Die Proteste haben nichts genützt. Auch unser anwesender und ehrenwerter Altbürgermeister konnte sich noch so sehr wehren, Jochen blieb dabei: Der Bunkerschlag ist der leichteste Schlag im Golf. Mal ganz ehrlich: wenn man den Profis zuschaut, sieht man das ja auch ;-).

balllageApropos Bunker. Irgendwann auf unserer Runde gestern merkte Jochen, dass mir die Kräfte ausgingen und meinte: „Vielleicht lässt du die Müdigkeit einfach mal zu und beginnst locker und „müde“ zu schwingen,  anstatt mit Kraft am Schläger zu reißen.“ Hat dann zwar nur hier und da noch funktioniert, aber dass ich nicht mehr ganz frisch war fiel spätestens bei meinem nächsten Bunkerschlag auf - dem leichtesten Schlag im Golf. War ganz einfach. Hab mich echt gefreut, dass ich denn Ball locker-flockig aus dem Sand in Nähe Fahne geschlagen haben. Als sich Peter dann bedankte, dass ich seinen Ball so schön ans Loch gelegt habe, fiel mir erst auf, dass ich ja gar keinen weißen, sondern einen gelben Ball spielte. Peinlich, peinlich. Aber irgendwie war das alles nicht wichtig, eher lustig und wir hatten unseren Spaß - natürlich auf meine Kosten.

Am letzten Loch hatte ich dann aber tatsächlich noch die Ehre, weil die Pros lieber mal aus dem Schatten der Bäume spielen wollten. Gerade Drives kann halt nicht jeder. Auch wenn das nicht wirklich wichtig ist, gelang mir tatsächlich ein ordentlicher Drive an der 18. Während die Menschen mir zujubelten ließ die Demütigung nicht lange auf sich warten und ich wurde brutal aus meinem Traum gerissen. Jochen und Peter ließen mich mal eben knappe 80 Meter hinter sich.Ich lag auf 200 Meter.

Schön war’s! Nur das anschließende Kaffeetrinken mit entsprechenden Snacks war mir dann mit 45 Euro für vier Leute zu teuer. Vier, weil die beste aller Ehefrau und treuster und leidenserbrobter Caddie auch dabei war. Von ihr stammen die Fotos und auch die Filmsequenzen der Schwünge, die hier leider nicht veröffentlicht werden können.

Am Abend trafen wir uns als Gruppe dann wieder wie gewohnt zum Essen und anschließender Andacht. Neben dem Blick in die Bibel sind es auch immer wieder die bewegenden geschichten aus dem Leben einzelner, die uns nachdenklich stimmen und gleichzeitig dankbar, dass Gott uns oftmal unverdient gnädig ist.

 

2017 04 10 09.35.54 SmallReise 3. Woche - 1. Bericht

1,76 m !!

Das war eine klare Ansage von Jochen an Friedrich. Gemeint war damit, sich in der Ansprechposition aufzurichten. Neben diesem Arbeitsziel gab es noch ein paar andere Dinge, an denen Jochen mit Friedrich und uns anderen gearbeitet hat. Es ist einfach klasse zu sehen, wie sich Dinge dann tatsächlich verändern und was für einen erstaunten Blick das bei Schülern und Beobachtern hervorruft. „Ja, dieser Golflehrer ist so gut, wie du versprochen hast!“ – So die Aussage eines Teilnehmers, der das erste Mal mit dabei ist.

2017 04 10 09.36.17 SmallDie 3. Reisegruppe ist wieder etwas kleiner und spielerisch recht homogen. Ansonsten ist alles beim Alten. Wir üben, gehen auf die Runde, genießen die Natur und das Beisammensein, holen uns Sonnenbrände und Mückenstiche während wir unsere Schwünge machen (oder so ähnlich). Dann kommt der Golflehrer irgendwann auf der Runde zum Flight dazu und begleitet ihn. 3 Flights je sechs Loch Pro-Begleitung. Ich sage immer spaßeshalber, dass Jochens Dazustoßen mal „Segen“ mal „Fluch“ ist. Ist er da, will man es ja besonders gut machen und zeigen, dass man etwas gelernt hat. Die Folge ist ganz oft: Nix geht mehr. Aber wenn man sich daran gewöhnt hat und Jochen entscheidende Tipps gibt, dann kommen manchmal Schläge zustande, die einfach nur klasse sind. So auch heute.

2017 04 09 20.58.46 SmallNeben allem Spaß und Witz, den wir auf den Runden erleben, sind das die besonderen Momente. Momente eben, die zeigen, dass es sich lohnt, demjenigen zuzuhören, der weiß, wovon er spricht. Irgendwie haben wir Menschen ja doch die Tendenz, lange zu warten, bis wir jemanden fragen, der uns helfen kann weiterzukommen – also im Leben einerseits und in Sachen Golfschwung. Jedenfalls ist es meine Erfahrung in diesen Tagen, dass es sich lohnt, genau hinzuhören, sich helfen zu lassen und immer und immer wieder zu üben, Gelerntes umzusetzen.

Gottes Wort „predigt“ an der einen oder anderen Stelle ähnliche Wahrheiten. Da geht es im Römer 12,1-2 darum, dass Paulus uns einlädt, unser Denken zu verändern, um in der Lage zu sein, dass zu erkennen und zu tun, was Gott gefällt. Eben nicht aus Krampf und religiösen Eifer, sondern aus Hingabe, mit Leidenschaft und vor allem aus Liebe und Dankbarkeit einem Gott gegenüber, der uns gnädig ist.

2017 04 10 09.36.44 SmallIrgendwie eine Analogie für den perfekten Schwung, ob mit 1,76m, größer oder kleiner. Gottes Wort ist ein guter Ratgeber wie das Leben gelingen kann. Nur darauf einlassen müssen wir uns genauso freiwillig wie auf die Ratschläge eines Pros. Lohnt sich aber.

„Ich habe euch vor Augen geführt, Geschwister, wie groß Gottes Erbarmen ist. Die einzige angemessene Antwort darauf ist die, dass ihr euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung stellt und euch ihm als ein lebendiges und heiliges Opfer darbringt, an dem er Freude hat. Das ist der wahre Gottesdienst, und dazu fordere ich euch auf. Richtet euch nicht länger nach ´den Maßstäben` dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist.“

 

carola hole in one small

Reise 2. Woche - 2. Bericht

Außergewöhnliche und seltene Dinge passieren…

…manchmal denen, die am wenigsten damit rechnen. Golf ist bekanntlich kein einfacher Sport. Aller Anfang ist schwer, manchmal auch sehr schwer und bisweilen so frustrierend, dass man gar nicht mehr golfen mag. So geht es manchmal der besten aller Ehefrauen.cr hio3 Wenn einer Anfängerin wie Carola dann aber Schläge gelingen, die nur ganz ganz selten vorkommen, dann ist das ein echtes Highlight. Selbst Jochen, unser Pro, hat ein solches Ereignis bis zum heutigen Tag noch nicht miterlebt: Ein Hole in One!

Ca. 10.000 mal muss ein Amateur statisch gesehen schlagen, um in den Genuss zu kommen, einen Golfball an einem PAR 3 mit nur einem Schlag ins Loch zu befördern. Also 0,0009% der Schläge landen dann tatsächlich im Loch. Die Profis benötigen dafür „nur“ 2.500 Versuche. Aber egal! Wenn es passiert, kann man sich glücklich schätzen und… muss zahlen. Das ist die golferische Tradition! Für so ein „Glück“ knallen die Sektkorken.

cr hio1Was für eine coole Sache! Jedenfalls haben wir uns alle mitgefreut, als wir davon erfuhren. Ich selbst erfuhr von Carolas Hole in One ziemlich bald, weil Jochen uns als nachfolgenden Flight von diesem tollen Ereignis informierte. Den Moment als Carola ihren Ball aus dem Loch herausholte habe ich sogar im Film festgehalten. Dass ihr Ball mit einem Smilie verziert war, macht das Ereignis noch etwas charmanter. Natürlich kommt dieser Ball in unsere Sammlung der besonderen Golf-Momente!

Die Kleidung von Ichtu's ziert übrigens teilweise der Schriftzug "(w)Hole in One", was eine Anspielung darauf sein soll, dass die tatsächliche Erfüllung von dem einen kommt, der uns "whole", also ganz oder heil macht, Jesus. Insgesamt haben wir im Rahmen der Ichtu's-Events nun bereits das 4. Mal ein Hole in One erlebt.

Als wir am Abend noch mit einer etwas kleineren Gruppe zusammen in der Bibel lasen, ging es um das Gleichnis von der Einladung zum Festmahl, das Jesus erzählte (Lukas 14). Bei diesem Fest wird es nicht darum gehen, die außergewöhnlichen Leistungen von uns Menschen zu feiern, sondern das außergewöhnlichste Ereignis und gleichzeitig die außergewöhnlichste Person der Geschichte: Jesus, der Mann, der am Kreuz auf Golgatha dafür sorgte, dass Menschen Frieden mit Gott machen können. Seine Einladung anzunehmen bleibt allerdings die Entscheidung des Menschen. In diesem Sinne macht das Gleichnis von Lukas 14 sehr nachdenklich. Lohnt sich zu lesen. Hier zum Beispiel.

 Reise 2. Woche – 1.  puten2 SmallBericht

Eine bunte Truppe mit – all inclusive – sechzehn Personen sind wir in Woche Nr. 2. International geht es zu, denn nebst einem Schweizer, der mit einer netten Schwedin verheiratet ist, sind dieses Mal Golfer und Golferinnen von der Bodensee-Region, Hohenlohe, der Pfalz, NRW, Bremen und Bremerhaven dabei.

 essen welcomeAber welche Rolle spielen schon kulturelle Eigenheiten und Landesgrenzen, wenn man sich unter der portugiesischen Sonne darauf einigt, die Dinge zu tun, die einem Spaß machen: golfen – so gut man kann, essen – so viel es geht, miteinander reden und lachen und am Ende des Tages die letzten Kräfte mobilisieren, um einer kurzen Andacht zu lauschen. Das klingt fast nach Arbeitsurlaub!

Neben einem 35. Hochzeitstag, der gestern heimlich, still und leise in unserer Mitte gefeiert wurde sowie einem 30. Hochzeitstag heute, ging es gestern vor allem ums Putten.

Dazu passen die drei Begriffe „see – feel – trust“. Sie sind dem Buch und Film „7 days in Utopia“ entnommen. Sie sind im Buch der Schlüssel, mit dem ein weiser Mentor einem professionellen Golfspieler wieder die Freude am Spiel und Leben vermittelt, die beide in die Krise geraten sind.

See, feel, trust leiteten uns dann gestern Abend in gewisser Weise auch in unserer Andacht, an die sich eine kleine, aber feine Vorstellungsrunde der einzelnen Teilnehmer anschloss. Sie war ja nur der Anfang und man kann erahnen wie viele spannende Lebensgeschichten und Lebenserfahrungen da noch zu entdecken sind, wenn man sich die Zeit nimmt, sich kennenzulernen. Freue mich drauf!

Reise 1. Woche - 3. Bericht:

 coffeetosit

Immer wieder schön ist das schon traditionelle Scramble am letzten Tag der Golfwoche. So auch gestern. Natürlich passieren immer wieder kuriose Dinge auf so einer Runde. Außergewöhnliche Schläge - mal vom anderen Stern, mal unterirdisch. Da vergeigt man ein Loch bis zum Grün völlig und dann fällt der 18 Meter-Putt. Da es um nichts weiter geht als Spaß an der Freude, ist so ein Scramble immer auch eine gute Gelegenheit, Anfängern zu belegen, dass sie etwas zum Erfolg beisteuern können, denn so ein Putt passiert dann eben einfach so auch einem Anfänger. Das löst Jubel aus.

 par3Ein paar Eindrücke der Teilnehmer dieser ersten von drei Golfwochen noch kurz zusammengefasst, denn die neue Gruppe sitzt teilweise schon im Flieger und wird bald hier eintreffen.

  • Gute und liebevolle Organisation und Durchführung war lobenswert und jederzeit weiterzuempfehlen.
  • Die Kombination von Golf, gutem Essen und geistlicher Inspiration ist eine außerordentlich geniale Idee. Würziger macht es die Tatsache, dass man die Freiheit hat bei einzelnen Programmpunkten dabei zu sein oder auch nicht.
  • Die Ichtusreisen zeichnen sich durch die entspannte und unkonventionelle Ausrichtung aus. Hier zählt der Mensch, das Sein und Seinlassen sowie das herzliche Miteinander. Sinnstiftende Tag, die Kraft geben für die Golfsaison und fürs Leben. Mir würde im Frühjahr ohne diese Reisen etwas fehlen.
  • Das Besondere? Die Stimmung unter uns und die greifbare Verbundenheit, das andere Miteinander und das Sich-Gedanken-Machen am Abend. Man fühlt sich gut aufgehoben.

Ja, es macht echt Spaß! Man lernt eine Menge durch das fachliche Know-How von Jochen, lernt neue Menschen kennen und das ist eine Bereicherung. Weiter unten die Berichte von den zurückliegenden Tagen...

panorama training klein

Reise 1. Woche - 2. Bericht:

Hast du einen Clown geschluckt?

Das hat Frank mich heute gefragt, weil ich irgendwie versuchen wollte von meinem „Golf“ abzulenken. Teilweise ist es mir gelungen – das Ablenken. Ansonsten ist es wie jedes Jahr: Der Pro sieht deine Fehler und du musst dich ihnen stellen. Ablenkung mit Witzchen bringt da gar nichts. Zumindest ich muss mir dann anhören: Reiß dich mal zusammen, das ist ne ernste Sache!

männer SmallMan merkt es ja auch, dass es hilft, wenn man sich an die Ratschläge eines Pros hält. „Halten“ gut und schön, aber das „Behalten“ ist das Problem. Dinge so zu verinnerlichen, dass sie zum Automatismus werden – das kann dauern. Fehler auszumerzen und Richtiges einzuüben ist mühsam, braucht Zeit und sehr viel Training. Wem sag ich das? Wenn ich mich mit meinem vermeintlich „ordentlichen“ Handicap von -13,2 schon so unbeholfen fühle mit dem Umsetzen, wie mag es dann erst denen gehen, die ganz am Anfang ihrer golferischen Laufbahn stehen? Ich weiß es, denn die beste alle Ehefrauen spiegelt mir das gerne ab und zu sehr offen und ehrlich. Unsere Anfängerinnen haben wir hier diese Woche gerne dabei und sie schlagen sich wirklich tapfer. Mehrmals in der Woche 18 Loch zu spielen und auf Grüns putten, die in der Regel doch bedeutend schneller sind als die unserer Heimatclubs ist kein Zuckerschlecken. Da braucht‘s dann ganz viel Gnade und Ermutigung, damit auch sie eines Tages feststellen, dass sich alle Mühe gelohnt hat, diesen Sport zu erlernen.

Golf besteht eben nicht nur aus körperlicher Ertüchtigung inmitten schöner Landschaft und dem Kennenlernen netter Menschen, sondern aus Arbeit. PGA Pro Jochen macht seine Arbeit wie jedes Jahr gut und kitzelt immer wieder das eine oder andere aus uns Schülern heraus. Wir brauchen Geduld, aber er das Neunfache, denn er sieht „das Elend“ ja selbst dann, wenn wir meinen, wir hätten es begriffen. Das Gute an Jochen ist: Er ist positiv und verstärkt das, was gut ist und feilt geduldig an den Schwächen. So bleibt die Motivation hoch. Während ich das schreibe, poppt eine Message von Andreas N. auf: „Ich bin beim Putten!“ – Es ist 23.10 Uhr und wir sind längst alle auf den Zimmern. Die meisten schlafen schon, die anderen schreiben und die wirklich motivierten Typen putten eben noch ne Weile. Sei’s drum. Apropos Andreas N.

Er ist Versicherungsmakler. Wahrscheinlich sogar ein sehr erfolgreicher, wenn man hört, was für ein Arbeitspensum er hat. Wenn Andreas allerdings auf den freundlichen Hinweis des Pros, seine Übungsschwünge doch bitte nicht in Richtung der anderen Golfer zu machen, (im Scherz) antwortet: „Wo ist das Problem, ich bin doch versichert“, dann ist ans Golfen kaum noch zu denken, weil sich Versicherten und Noch-nicht-Versicherten vor Lachen krümmen. Ja, er hat Humor.

damen SmallDer Hammer war diese Tage dann allerdings ein Spruch von Michaela. Irgendwann irgendwo auf der Runde mussten die Damen des Flight piseln (wie man in Bayern sagt). Woanders sagt man dazu „pinkeln oder schiffen“. Der Tag war dann auch gelaufen, als Michaela sich mit ihrer Flightpartnerin zur Toilette begab, sagte: „Wie Frauen gehen ja immer gemeinsam zur Toilette. Also…, gehen wir jetzt „paarschiffen“.

Situationskomik kann man nur schwer zu Papier bringen, aber dieser Spruch hat sich natürlich herumgesprochen und schaffte es sicher irgendwann noch in die „Twitterperlen“. Anyway.

Die Woche neigt sich dem Ende zu und einmal gehen wir morgen noch golfen und gemeinsam essen. Es war eine gute Zeit. Neben allem Spaß, den wir auf den Runden und auch abseits der Golfplätze hatten, gab es auch sehr nachdenkliche Momente und angeregte Diskussionen während der abendlichen Andachten. Immer wieder toll, wenn Menschen erzählen, was ihnen der Glaube und Jesus selbst bedeuten. Immer wieder spannend, die Bibel zu öffnen und darüber ins Gespräch zu kommen. Die nächste Gruppe ist im Anflug und wir sind einmal mehr gespannt. Jedenfalls sind wir dankbar, sehr dankbar für die gemeinsame Zeit mit wertvollen Begegnungen.

strand small1. Bericht

Golftag 1 vom Winde verweht und ins Wasser gefallen

Der größte Teil der Teilnehmer der ersten Wochen waren noch im Anflug bzw. auf den Flughäfen, als ich eine Nachricht an unseren Pro Jochen Timme schickte: „Morgen sehr stürmisches und regnerisches Wetter. Soll ich versuchen die Startzeiten von Sonntag auf Dienstag zu verschieben?“ Jochens grünes Licht für die Verschiebung hat sich ausgezahlt, denn während ich diese Zeilen schreibe, tobt draußen der Sturm. (Foto zum Vergrößern bitte anklicken)

Ein guter portugiesischer Freund, der hier an der Algarve lebt, nannte mir die Zeiten für den Gottesdienst in der International Church. Als wir uns dann gestern Abend als Gruppe zum Essen trafen, lud ich ein, den Gottesdienst im 20 Minuten entfernten Vale Judeu zu besuchen. Das war dann auch eine runde Sache mit einer guten Predigt. Und sich mal wieder so richtig auf Englisch zu konzentrieren, hat etlichen auch gut gefallen.

godi international smallIm Anschluss habe ich persönlich noch einige Kontakte geknüpft, denn als „Ex-Portugiese“ liegt es mir schon seit einigen Jahren auf dem Herzen, ob nicht irgendwann mal eine Ichtu’s-Abteilung an der Algarve entstehen könnte. Spannende Gespräche verheißen spannende Zeiten. Womöglich habe ich Anfang April die Gelegenheit, die Ichtu's-Idee einigen Leuten hier zu präsentieren. Mal sehen, was daraus wird.

So, das war mal ein erster kurzer Einblick. Es wird nicht mehr lange dauern, dann geht’s los zum Essen in genau das Restaurant, wegen dem ich persönlich diese Reisen eigentlich organisiere. – Na gut, ganz so ist es nicht. Aber gutes Essen gehört für die Urlauber mit dazu und trägt wesentlich zur Zufriedenheit bei. Wenn ich das so schreibe, fällt mir auf: Zufriedenheit wäre ein gutes Thema für die Andacht im Anschluss ans Essen.

Bis die Tage…

Veröffentlicht am 26.03.2017 © Karsten Gosse
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