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GC Gerhelm – da wo man 18 Meter Putts versenkt und fränkisch-bayrische Kultur vermittelt!

frustabwaschen klFür mich gehört er zu einem der schönsten Plätze, die ich kenne. Abwechslungsreich, toll gepflegt und Grüns, die nicht nur in sehr gutem Zustand sind, sondern gleichzeitig tückisch und doch nicht unfair. Es hat eine Menge Spaß gemacht im GC Gerhelm aufzuteen. Das haben wir auch dieses Mal wieder nach der Stärkung von Leib und Seele gemacht.

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Mehrere Faktoren spielten beim Gelingen dieses Tages eine Rolle. Das Frühstück im heimeligen Gasthof „Zum Schäferkarrn“ - LINK hier - war liebevoll hergerichtet und sehr lecker. Der Name hat mich schon immer irgendwie gewundert, aber als ich mit dem Seniorchef ins Gespräch kam, war schnell klar, woher der Name rührt: „Hier oben hatte ich mal 600 Schafe.“ Alles klar! So heimelig es war, so rustikal und nett geht es im familiären Betrieb auch zu – was sich nahtlos auf den Golfclub überträgt. Das macht den GC Gerhelm vielleicht auch zu solch einem Schmankerl – eben genau dieses familiäre Ambiente.

Vom Frühstück bis hin zum Essen nach der Runde spürte man ein hohes Maß an Einsatz und ein hohes Maß an Qualität in Sachen Speisen und Service. Wenn sogar ein sympathischer Gerhelmer Turnierteilnehmer, der seines Zeichens Konditormeister ist, darauf Wert legt, den Kuchen des Hauses nach der Runde zu verzehren, ist klar: Dieser Kuchen hat seine Qualität!

Manuela Gerstacker, eine der Seelen des Clubbüros, hatte Ichtu’s eingeladen und sich dafür eingesetzt, dass wir auch in Gerhelm ein Turnier ausrichten. Die Anmeldungen verliefen schleppend, was sie im Vorfeld etwas enttäuschte. Aber auch wenn wir nicht die Masse wurden, wurde sie nicht enttäuscht. Einige Rothenburger Freunde sowie einige Ichtu’sler ließen es sich nicht nehmen, die angemeldeten Gerhelmer an Zahl zu ergänzen. So schafften wir es tatsächlich auf die 21 und mussten nur kurz vor Spielbeginn einen Hexenschussverlust verkraften, der daheim auskuriert wird. Gute Besserung!

Der Regen war während Frühstück und Andacht heftig und irgendwie sank die Hoffnung, dass wir ein trockenes Turnier spielen würden. Einige deuteten auf den Regenradar am Smartphone und es kam wieder Hoffnung auf. So war es dann auch. Der erste Flight zog auf Bahn 2 die Regenklamotten wieder aus und klappte die Regenschirme wieder ein. Gegen Ende der Runde wurde es sogar noch richtig schön. Die Tatsache, dass es sich am Ende zog bis alle Flight angekommen waren, hatte im Nachhinein auch Gutes. So blieb es uns erspart, in das extreme Unwetter zu geraten, das sich im Landkreis Ansbach ereignete. Als wir dort vorbeikamen, war das Schlimmste schon vorüber.

Richtig schön war auch das Miteinander auf der Runde. Klar, ich kann nur von meinem Flight sprechen, aber alle Teilnehmer berichteten ähnliches. Ingrid, die ganz nette Frau des o.g. Konditormeisters, erwischte einen jener Golftage, die zum Mitleiden einluden. Warum ihr als solider Golferin heute nicht viel gelungen ist, wird ein Rätsel bleiben. Allerdings spürte man ihr ab, dass sie ein wenig unter ihrem Spiel litt. So schlimm hatte sie das zum ersten Mal – ich hab das dauernd. Das ist auch kein Trost, ich weiß. Ingrid ist allerdings jemand, die es versteht, die positiven Dinge eines solchen Tages zu bewahren und die negativen schnell abzuhaken. Positiv war nämlich die Flasche Rotwein, die sie für den Sieg beim gemeinsamen Nearest to the Pin gewonnen hat. Dass sie eigentlich lieber Weißwein trinkt, ist nicht so wichtig, denn wenn sie die Flasche Rotwein ins Regal stellt, hat sie eine Erinnerung an einen schönen, aber harten Tag im Kreise netter Menschen. Dass die Flasche schöner aussieht als jeder Pokal, ist zumindest ein kleiner Trost. Irgendwann gibt es dann auch einen „weißen“ Ichtu’s-Wein. Wir werden einen Sponsor finden.

Zum besagten Kreis netter Menschen gehört übrigens auch Rudi (Spielführer und auf den Bildern der Mann der das Heft in der Hand hat). Er ist – auch wenn er es nicht immer war – die Ruhe in Person. Ein einschneidendes Erlebnis hat ihn zu diesem Felsen in der Brandung werden lassen. Neben Ingrid habe ich diese stoische Ruhe miterlebt. Als Oberbayer in Mittelfranken ist er schon irgendwie anders. Den Crash der Kulturen mit mir als Rheinländer hat er recht gut verkraftet, was auch daran gelegen haben mag, dass mein Caddy, alias die beste aller Ehefrauen, ebenfalls aus Oberbayern kommt. Als wir nach der Runde bei Sonnenschein auf der Terrasse des Schäferkarrn – jeder auf seine Weise – unseren Humor zum Besten gaben, wurde es echt lustig. Dass Rudi einen 18 Meter langen Putt fast regungslos zum Birdie lochte, war übrigens mein persönliches Highlight der Runde. Ich selbst hatte nicht so viel zu bieten, um nachhaltig zu beeindrucken. Na ja, vielleicht die Tatsache, dass ich Rudi mit meinem 4er-Eisen um einige Meter ausgedrived habe. Aber was soll’s, denn auch ein blindes Huhn trinkt mal einen Korn – oder wie das heißt...

Jedenfalls – das darf man nicht vergessen - wurde auch Golf gespielt. Dass der Bruttosieg an zwei Sonntagen in Folge und auf unterschiedlichen Plätzen an ein und denselben ging, ist schon ein Ding. Thomas Knoblauch spielte den Platz in Gerhelm erst zum zweiten Mal. 25 Brutto und 37 Netto sowie ein neues Hcp von -10,9* - beeindruckend!

Ein wenig beeindruckender ist allerdings die Tatsache, dass Fredi Egner – ein guter Freund und treuer Ichtu’sler – heute einen bombigen Tag erwischte und endlich mal das spielen konnte, was schon länger in ihm steckt. Mit ebenfalls 25 Brutto sicherte er sich den Nettosieg und senkte sein Hcp von -16,0 auf -13,9. Herzliche Gratulation an meine Brüder (ein Insider)!!

Die Firstlady des Bruttosiegers sicherte sich in Sachen Netto den 2. Platz. Sie startete mit einem Hcp von -32,6 und senkte es dank 39 Nettopunkte auf -31,1. Herzlichen Glückwunsch Zitta!

Den guten 3. Platz holte sich die Initiatorin und Gastgeberin des Turniers, Manuela Gerstacker. Sie spielte sich in die Herzen aller anwesenden Zuschauer und avancierte zur „echten Golferin“. Gestartet mit einer sogenannten Clubvorgabe von -37 erkämpfte sie sich mit 38 Nettopunkten den Status als Golferin mit einer – nunmehr - DGV Stammvorgabe von -35,5. Willkommen im Club all derer, die meinen, es zu können und es doch nie lernen werden – zig Millionen Golferinnen und Golfer weltweit. Wir haben auch weiterhin unseren Spaß und üben uns in Demut. Wer das nicht tut, gehört nicht wirklich dazu. Du gehörst dazu!

Wären noch die Sonderwertungen zu nennen:

Den Longest Drive der Damen gewann Katja Wölfel; den der Herren sicherte sich Martin Welz. Den besagten Nearest to the Pin: Ingird Muck.

Letztere freute sich schon auf den Trostpreis für den/die Golfer/in mit dem niedrigsten Netto-Score. Es handelt sich um ein eigens für Ichtu’s entwickeltes Duschgel zum Frustabwaschen. Gewonnen hat es – und mit Humor entgegengenommen – Johannes Zimmermann vom GP Rothenburg.

Wir hoffen, dass wir uns mal wieder sehen werden in Gerhelm. Eine Reise wert!

*Eigentlich heißt es Stammvorgabe ;-)

Veröffentlicht am 30.05.2016 © Karsten Gosse
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