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Golfen geht auch anders

preise grWenn wir uns zweimal jährlich auf dem Kobaldhof treffen, um Ichtu’s-Turniere auszutragen, dann steht neben Frühstück und Andacht vor allem Spaß-Golf im Vordergrund, bei dem es dennoch um Preise geht. Klingt paradox, funktioniert aber prima. Am Hotel Kobaldhof treffen sich nicht nur fröhliche Steirer Golfer, es existieren hier auch eigene Golfregeln, die mal mehr oder weniger fröhlich machen.

Betreiber des Hotels und Golfplatzes, Roland Tritscher, ist in seiner Funktion als Präsident des hier ansässigen „Spaßvereins“ auch Herr der Regeln. Berühmt und berüchtigt sind die sog. Sonderplatzregeln, die hier und da erfunden werden. Deshalb fand er meine Idee auch gar nicht schlecht, dass alle Turnierteilnehmer die Bahn 6 – aus Solidarität mit Heinz - mit nur einem Arm spielen dürfen.

heinz grHeinz Bertl ist bei den Ichtu’s-Turnieren immer wieder mit von der Partie. Seit einem Motorradunfall vor vielen Jahren kann er den linken Arm nicht mehr wirklich nutzen. Irgendwann stellte er fest, dass er am Kobaldhof auch mit seinem Handicap gern gesehen ist. Er erlernte das Golfen und hat neben der Fotografie noch eine neue Leidenschaft entdeckt und ganz nebenbei am Kobaldhof neue Freunde gefunden. Wie schwer es ist, mit nur einem Arm zu golfen mag man gar nicht glauben, es sei denn, man wird gezwungen, es zu probieren. Neben dem ohnehin schon großen Respekt, den man für Heinz am Kobaldhof hat, steuerte diese Regel natürlich auch eine Menge - teils schmerzhafte - Erheiterung zum Spiel bei. Damit die Runde aber nicht nur schmerzhafte Resultate hervorbrachte, durfte auf Bahn 4 ein frei wählbarer Mulligan genommen und im Tal der Tränen auf Bahn 7 ein Schlag durch einem Wurf ersetzt werden. Wenn der vermeintlich leichte Wurf eines Golfballs über das kleine fünf Meter breite Wasserhindernis dann doch wider Erwarten im Wasser abtaucht, bekommen alle anderen im Flight einen Lachkrampf.

siegerehrung grMan hörte so einiges von dem einen oder anderen nach Runde 1, aber das dümmste, gerade eben beschriebene Malheur, passierte natürlich wieder mir – dem Erfinder der Regel. Auf den zweiten zehn Loch wollte ich es besser dann machen und entschied mich schließlich, den Ball vom Abschlag durch einen Wurf auf‘s enge Fairway zu bringen. Diese Entscheidung kam allerdings zu spät, denn der Wurf war bereits „Schlag“ Nr. 5. Der erste Schlag ging als Hook links in die Pampa. Der darauf folgende Kompensations-Slice rechts ins Niemandsland. Mein „Ab-Wurf“ rollte schließlich wegen des stark hängenden Fairways ins hohe Rough. In das wäre ich am liebsten selbst verschwunden und gar nicht mehr rausgekrochen, denn in Wahrheit war nicht das Fairway verantwortlich, sondern ich. Peinlich.

roland und beate grDurch Zufall habe ich meinen Ball gefunden und mit etwas Glück den dann bereits 6. Schlag auf‘s Fairway gebracht. Der 7. Schlag lag auf dem Grün, dann 2 Putts und eine „sichere 9“ im Tal der Tränen. Mehr als 10 geht am Kobaldhof eh nicht, denn man ist hier der Meinung, dass man mit einer zweistelligen Schlagzahl schon genug gestraft ist. Bei 10 Schlägen hebt man den Ball auf. Einer meiner Flightpartner, der Präsident des hier ansässigen Kobaldhof Golfclubs (im Bild mit seiner allerbesten Hälfte), frohlockte und wähnte sich bereits sicher, dass ich seine desaströsen 50 Schläge aus Runde 1 auf "seinem" Par-32-Platz in Runde 2 noch zu toppen wissen würde. Es kam anders und ich entschied das Duell für mich. EIn schwacher Trost allerdings.

Wie immer werden im Rahmen eines Turniers auf dem Kobaldhof zwei Runden à 10 Loch gespielt. Heute spielten wir diese vor dem Eintreffen des lang ersehnten Azorenhochs (das sich um ein paar Stunden verspätete) und nach einem ausgiebigen Frühstück, inkl. Andacht. Die meisten von uns kamen mit dem wechselhaften Wetter einigermaßen klar, aber nicht jeder mit meiner Andacht über die eigene Verantwortung für unsere schlechten Schläge - ich auch nicht wirklich. Deshalb hat Christian mir im Anschluss an die Runde sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass er gar nicht glücklich war mit seiner Runde, weil er dieses Mal niemandem außer sich selbst die Schuld in die Schuhe schieben konnte. Selbst seine neuen Schläger konnte er nicht wirklich verantwortlich machen. Ich hoffe trotzdem, dass er im August wieder mit von der Partie ist, wenn wir unser 2. Turnier spielen.

Nach der Runde gab es ein gewohnt leckeres Essen von First Lady Beate und die Siegerehrung. Auch die lief heute etwas anders als gewohnt ab. So manches war heute ein wenig durcheinander: Das Wetter, das Golfen, das Werfen, bei anderen der präsidiale Schlafrhythmus, usw. – Am besten kam mit all dem Durcheinander einmal mehr Manu Cherlias klar.

manu grMit nur 70 Schlägen, also 6 über nach 2 Runden auf dem Par 32-Platz, gewann er souverän. Ingrid sicherte sich wiederholt den Sieg in der Wertung der Damen und war mit ihrer Schlaganzahl nicht so zufrieden, obwohl sie mit 89 Schlägen so manch männlichen Golfer noch hinter sich gelassen hat.

ingrid grRobert, Mark, Richard, Bernhard, Gerhard und Michi gehörten dann außerdem noch zu den „guten Golfern“ des Tages. – Den Kobaldhof zu meistern ist alles andere als leicht. Wer das nicht glaubt, ist herzlich eingeladen, an den Golftagen im August teilzunehmen. Mittelpunkt ist natürlich die Austragung des nächsten Ichtu’s-Turnieres am Kobaldhof. Aber wer sich zu den Golftagen anmeldet, lernt auch noch den schön Platz des GC Dachstein-Tauern und den des GC Radstadt kennen, auf dem man den Abschlag von Bahn 12 nur per Gondel erreicht.

Anmelden lohnt sich also. Einfach eine Mail an den Reiseveranstalter Kobaldhof schicken und buchen. Samstag bis Mittwoch, Halbpension, inklusive Greenfee für Radstatt und Dachstein-Tauern und unlimted Golf am Kobaldhof für nur 399€. Klar, dass man auch früher kommen oder länger bleiben kann.

Infos und Anmeldung Golftage als PDF.

Veröffentlicht am 30.06.2015 © Karsten Gosse
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