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Isch’s guat gsi? – Oh ja!

frühstück klEinmal mehr war es ein rundum schöner Ichtu’s-Tag im GC Bad Überkingen, wo wir – man kann sagen – traditionsgemäß am Pfingstmontag aufteen. Dieses Jahr war es bereits das 3. Mal und – weil wir erneut eingeladen wurden – planen wir auch für Pfingstmontag 2016.

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Wir waren 40 Teilnehmer, von denen 15 aus Gästeclubs kamen. Einer der „Bad Überkinger Cluberer“ sprach mich auf den hohen Anteil Gäste an und zeigte sich positiv überrascht, dass wir mit Ichtu’s für gute Publicity sorgen. Das tun wir gerne, denn wir freuen uns wirklich jedes Jahr darauf, das Ichtu’s-Turnier dort auszutragen. Der Platz ist prima gepflegt und landschaftlich reizvoll. Was die Natur betrifft, so ist der Platz für Ohren, Augen und Nase vor allem zu dieser Jahreszeit ein Genuss. Obwohl man in Bad Überkingen dieses Jahr genauso mit dem Pilzbefall der Grüns zu kämpfen hatte wie andernorts, waren diese schon fast alle wieder richtig gut. Die Grüns in Bad Überkingen sind alljährlich meine ganz persönliche Herausforderung. Dem Greenkeeper-Team muss man an dieser Stelle mal ein echtes Kompliment machen!

Wie auch schon an anderer Stelle hervorgehoben, geht es hier vor allem auch menschlich herzlich und humorvoll zu – vom Sekretariat und Management über Proshop bis hin zur Gastronomie wird man zuvorkommend behandelt. Wenn Mitarbeiterinnen an ihrem freien Tag extra für Frühstück und Andacht auf den Berg kommen, um die Ichtu’sler wiederzusehen, dann spricht auch das für ein herzliches Verhältnis.

Auf die Runde sind wir auf Geheiß des Managers etwas früher als geplant gegangen, denn Gewitter waren vorhergesagt. Nach gut 2 Stunden zeigten sich dann auch bedrohliche Wolken am Himmel und insgeheim habe ich mich schon auf einen Regenguss eingestellt. Die Wolken richteten aber keinen Schaden an und verlegten das Bewässern der Anlage auf die Zeit nach dem Turnier. Perfektes Timing! Und wer hat’s erfunden? Nein, nicht die Finnen und auch die Schweizer nicht, sondern ein souveräner Gott, dem auch ich – trotz guten Drahts nach oben – nicht hineinrede, wenn es ums Wetter geht. Er macht es gut und richtig – so oder so.

Apropos Schweizer. Einer war heute dabei und kam extra aus dem Raum Zürich angereist, um sich den Spirit der Ichtu’s-Turniere anzuschauen, weil er einer von mehreren Schweizern ist, die Ichtu’s auch gerne in der Schweiz etabliert sehen möchten. Der Andi spielte mit dem Manager in einem Flight und einem Rheinländer, der nicht namentlich genannt werden möchte.

Herrliche – fast interkulturelle Gespräche - haben sich entwickelt zwischen Schweizer, Schwabe und Rheinländer. Es wurde viel gelacht, gewitzelt und – so bekam ich das nachher von anderen Flights zu hören – alles das etwas zu laut. Andi – egal ob im Rough oder auf dem Fairway - betonte immer wieder: S'isch guat gsi!

Im Rahmen der Andacht (Jesus als Caddie) legten wir dann noch eine Art Fluchverbot fest, wenn es schon kein Flugverbot für die nahegelegenen Sportflieger gab. 5 Euro pro Kraft-Ausdruck. Es kamen nur 15 Euro an „gefluchten“ Spenden zusammen, weil sich – wie mir glaubhaft versichert wurde – alle ziemlich am Riemen gerissen haben. Das ist doch ein schöner Erfolg und Motivation genug, Selbstbeherrschung auch ohne Androhung von Strafe einzuüben.

Einer, der sich am gestrigen Turniertag öfter über seine Schläge ärgerte, musste das Gelände des GC Bad Überkingen leider vor Ende der Siegerehrung verlassen, weil es ihm gesundheitlich nicht gut ging. Es seien so um die 100 Euro an ausgedrücktem Ärger gewesen - vertraute mir einer seiner Flightpartner an - die da noch an Ichtu’s zu überweisen wären. Es ging um den Lerneffekt und nicht ums Geld, auch wenn man an dieser Stelle ruhig mal darauf hinweisen kann, dass Ichtu’s ein gemeinnütziger Verein ist, der noch Menschen sucht, die helfen unsere Kosten zu decken.

Der Gesamtsieger bezog sich in seiner Bruttorede – eine der besten, die ich bis dato gehört habe – auch nochmals auf diese Übung wider die Kraftausdrücke. Er stellte fest, wie sehr wir es doch gewohnt sind, unserem Ärger unbedacht Raum zu geben und uns über dieses und jenes aufzuregen. Andererseits gäbe es so vieles zu bestaunen und dass sich auf so einer Runde unglaublich viel an Schönem entdecken ließe. Recht hat er!

Die meisten kamen – so mein Eindruck - zufrieden von der Runde und warteten geduldig auf die Siegerehrung von Manager Günther Kazzer. Dieser Mann in seinem jugendlichen Alter, auf das ich nicht immer anspielen solle (sagt er), ist mir persönlich mächtig ans Herz gewachsen. Wenn wir auch über Hundeerziehung unterschiedlicher Meinung sind, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass wir einander mögen und schätzen.

Andi fragte auf der Runde mal, wie es denn dazu gekommen sei, dass Ichtu’s in Bad Überkingen Turniere ausrichte. Dann erzählte ich ihm diese kuriose Fügung, oder auch Führung. Ein mir persönlich unbekannter Unternehmensberater aus Berlin war in der Region geschäftlich unterwegs. Zu seinen Aufgaben gehörte es auch, das Umfeld seiner Auftraggeber zu inspizieren – der GC Bad Überkingen gehörte dazu. Im Gespräch mit Günther stellte er dann die Frage, ob denn auch die Möglichkeit bestünde mal ein christliches Golfturnier auszurichten. Woher dieser Unternehmensberater eine Visitenkarte von Ichtu’s hatte, wissen wir bis heute nicht. Aber als Günther ihm sagte, dass er nicht abgeneigt sei, gab er ihm meinen Kontakt und schrieb mir eine Mail, dass ich mich mit einem gewissen Günther Kazzer in Verbindung setzen könne. So nahm alles seinen Lauf. Ihm und dem Präsidium des Clubs ist es zu verdanken, dass wir seit 2013 ein Turnier mit einem besonderen Charme ausrichten, wie Günther feststellte. Weil es ist wie es ist, sei es auch gar nicht so tragisch, wenn es keine 80 Golfer sind, die teilnehmen, sondern eben 40.

Es tut gut, wenn sich die Cluberer aus Überkingen verabschieden und sagen, dass sie auch im kommenden Jahr wieder gerne dabei sind, wenn nichts dazwischen kommt. Schön ist es auch, wenn man sieht, dass sich einige Leute extra früh morgens aufmachen, um dabei zu sein. Dafür vielen Dank!

Last but not least gab es ergebnistechnisch einige Turnierteilnehmer, die sehr zufrieden waren. Andere waren nur zufrieden und ansonsten waren viele dabei, die zwar ihr Golf nicht so genießen konnten, sich dafür an guten Gesprächen und der Natur erfreuten. Einige von ihnen wollen wir erwähnen.

Bruttosieger: Martin Breuninger, 31 Brutto. Neues Hcp 5,9. Glückwunsch!

Alle Nettosieger gibt es hier auf einen "Klick"

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Veröffentlicht am 26.05.2015 © Karsten Gosse
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