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Ein fester Stand

driver abschlag john oesch photo kleinMit meinem Freund war ich die Tage mal wieder golfen. Zwei Grad Außentemperatur waren nicht gerade die besten Voraussetzungen fĂŒr gutes Golf, zumal wir beide etwas eingerostet waren. Aber kaum Wind und hier und da Sonne, machten die Runde dennoch zu einer sehr angenehmen Sache. Photo: JOHN OESCH

Mein Golf ist - vor allem durch fehlendes Training - noch weit entfernt von gutem Golf. Deshalb ist es hilfreich, wenn man auf den Rat von Freunden hört, die einen beim Golfschwung beobachten. Dabei sind es manchmal die Basics, die in Vergessenheit geraten und vor allem dazu fĂŒhren, dass die BĂ€lle nicht dahin fliegen, wo man sie gerne liegen sĂ€he. Mein Freund machte mich darauf aufmerksam, dass ich bei meinen AbschlĂ€gen öfter einen Stand eingenommen habe, der schlicht und ergreifend falsch war. Als ich auf seinen Rat hörte und den Fehler korrigiert habe, ging es deutlich besser. - Bis zum nĂ€chsten Vergessen zumindest.

Einen festen, stabilen Stand einzunehmen, ist eine der vielen Voraussetzungen fĂŒr gutes Golf. Das trifft allerdings auch fĂŒr die Dinge zu, die uns in unserem alltĂ€glichen Leben begegnen. Deshalb wĂŒnsche ich uns allen genau diesen festen Stand schon jetzt fĂŒr 2013 - nicht nur in golferischer Hinsicht.

In unserem Leben und unserer Gesellschaft wackelt es immer mal wieder: beruflich, familiĂ€r, politisch, wirtschaftlich oder auch gesundheitlich. In diesen wackeligen und unsicheren Phasen einen festen Stand und Halt zu haben - zu wissen, worauf und auf wen man sich verlassen kann - ist Gold wert.

Das sind sicherlich zum einen gute Freunde, ein starker familiĂ€rer RĂŒckhalt und anderes mehr. Allerdings liegt mir persönlich daran, mich zu allererst in Gottvertrauen zu ĂŒben. Die Bibel bezeichnet Gott als starken Turm und als Felsen; Jesus selbst sogar als Fundament. Er möchte auch im kommenden Jahr die feste Grundlage unseres Lebens und die Basis fĂŒr einen festen Stand sein.

Die Kehrseite all dessen wĂ€re wohl eine Einstellung nach dem Motto: "Mich haut nichts um! Ich komme alleine zurecht. Wenn ich falle, stehe ich eh gleich wieder auf!" - Klar, wir sind frei zu wĂ€hlen, auf wen oder was wir uns verlassen. Aber auch wenn man sich zu den Selbstbewussten dieser Welt zĂ€hlt, ist man m.E. gut beraten, folgende biblische Weisheit zu beherzigen: "Wer meint zu stehen, sehe zu, dass er nicht falle" - 1. Korinther 10,12. Wir kennen das als Sprichwort: "Hochmut kommt vor dem Fall!"

Wir Golfer sind glĂŒcklicherweise im Vorteil, sollte mein ehemaliger Professor an der Uni nicht gelogen haben, als er sagte: "Golf macht demĂŒtig!"

Allerdings wĂŒrde Gott sich freuen, wenn wir - egal ob Golfer oder Noch-nicht-Golfer - eine Haltung einnehmen, die von Demut geprĂ€gt ist. Das wird sich lohnen, denn in SprĂŒche 3,34 steht: "Gott widersteht den HochmĂŒtigen, aber den DemĂŒtigen gibt er Gnade." Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Gnade etwas ist, auf das ich um nichts in der Welt verzichten wollte.

In diesem Sinne...

Karsten Gosse

Veröffentlicht am 17.01.2012 © Karsten Gosse
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