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Mein Freund und sein Autohaus

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Ein Freund von mir ist Besitzer eines Autohauses und steht für eine bestimmte Marke. Sein tagtägliches Geschäft ist es, sich mit seinen Kunden über kaputte Autos zu unterhalten, die repariert werden müssen; die Vorteile eines bestimmten Modells darzulegen - was zum Verkauf führen soll; den Preis zu verhandeln, weil Kunden gewöhnlich ja nach der Verhandelbarkeit eines Preises fragen.

Allerdings gibt es seit 2008 ein Modell des Herstellers, das ĂĽber die deutschen Grenzen hinaus so gefragt war, dass man anfangs einige Monate Wartezeit in Kauf nehmen musste, bis es geliefert wurde, weil der Hersteller mit der Produktion des Modells nicht so schnell nachkam wie sich die Autos verkauften.

 

Mir ist das ein Bild für den Umgang von uns Menschen mit Gott. Wir denken, dass wir mit Gott so ähnlich verhandeln könnten wie Kunden mit meinen Freund. Wir gehen hin, wenn bei uns was kaputt gegangen ist, wenn wir unsere Leiden, Schmerzen und Probleme nicht einordnen können. Wir geben womöglich unserem Ärger Raum, wollen Gott zwingen, sich zu rechtfertigen und fragen oft unverhohlen im gleichen Atemzug, ob ER nicht etwas Besseres zu bieten hätte – und wenn ja, zu welchem Preis.

 

Gott als Geschäftspartner, der existiert, um meine Bedürfnisse zu befriedigen, meine Fragen gefälligst zufriedenstellend zu beantworten? Er muss meinen Ärger akzeptieren und sich entschuldigen, wenn etwas schief gelaufen ist? Und für viele Menschen das Wichtigste: Gott soll meine Gesundheit und Vitalität erhalten.

 

Kein Besitzer eines Autohauses kann eine lebenslange und so umfassende Garantie geben, die beinhaltet, dass mit dem Auto nicht mal ein Unfall passiert. Er kann nicht garantieren, dass ein Teil nicht irgendwann einmal den Geist aufgibt oder die Elektronik spinnt. Und was er schon gar nicht kann, ist, zu garantieren, dass der Spritpreis wieder so billig wird wie zu D-Markzeiten. Wer das erwartet, muss sein Auto woanders kaufen. Mein Freund jedenfalls verkauft es ihm sicher nicht.

 

Bei dem Modell, das sich so gut verkauft, ist das anders. Die meisten Leute sehen das Auto, kriegen feuchte Augen, schwelgen in Nostalgie und verlieben sich einfach in dieses charmante, kleine Ding. Preisdiskussionen? Fehlanzeige. Bei so hoher Nachfrage diskutiert kein Verkäufer über Preise. Das Auto ist ein Liebhaberauto und viele wollen es einfach haben.

 

Das mit dem Auto ist gut und schön. Gott aber hat mehr zu bieten. Er gibt tatsächlich eine umfassende Garantie, noch dazu ewig gültig. Er verspricht, zu erneuern, was kaputt geht und zerbricht. Er hört sich unsere Zweifel und Fragen an und versteht wenn wir traurig und wütend sind. Er schickt uns nicht fort, wenn wir seine Kinder sind. - Kunden hat Gott nämlich nicht. Deshalb Vorsicht, wenn Kirchen sie zu Kunden machen wollen.

Gott kann für Menschen, die seinen Sohn Jesus nicht wollen, keine Garantien geben. Erst durch Jesus werden wir von „vermeintlichen“ Kunden zu echten Kindern Gottes. Jesus sagte einmal mit Blick auf diese Garantie: „Ich bin gekommen, dass die Menschen das Leben und volle Genüge haben.“ – Das, was Jesus gibt, geht weit über das hinaus, was wir als Menschen unter Garantieleistungen verstehen. Er garantiert zwar kein Leben frei von Schmerzen, Unfällen und Sand im zwischenmenschlichen Getriebe. Er macht uns nichts vor, denn irgendwann ist der Lack ab, wir werden alt und zerbrechlich. Ja, wir werden sterben müssen. Aber, und das macht den Unterschied aus: wenn wir durch schmerzvolle Zeiten gehen, uns ein Unglück trifft oder wenn wir mit dem Tod konfrontiert werden, dann ist er da. Er tröstet. Er trägt. Er hält uns – und er hält vor allem, was er verspricht: Es gibt ein Leben nach dem Tod, ohne Tränen, Schmerz und Leid.

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Veröffentlicht am 20.04.2009 © Karsten Gosse
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