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Von den WildgÀnsen lernen

gaense klBitte auf TV-Ansprache klicken, oder folgenden Text lesen.

WildgĂ€nse sind ausdauernde Flieger, sehr gute Schwimmer, pflegen die Einehe, ernĂ€hren sich auf pflanzlicher Basis. Außerdem sind sie sehr robust und geben sich mit wenig zufrieden. In Sachen Selbstschutz sind sie top. Zu Brutzeiten, wenn auch GĂ€nse schwach und angreifbar sind, ist der Zusammenhalt der Gemeinschaft besonders stark und wer in die NĂ€he der Gelege will, sollte sich dick anziehen. GĂ€nse trotzen dem Individualismus. (Foto: Steve Jurvetson, s. Impressum)

600 bis 800 km können WildgĂ€nse auf dem Weg zu ihren WinterrastplĂ€tzen zurĂŒcklegen – und zwar pro Tag. Von Island bis Schottland fliegen sie beispielsweise ĂŒber das Meer - ohne eine Pause einzulegen. Wie? Im berĂŒhmten Formationsflug.

So sparen sie Energie, denn ihr Herz darf nicht zu schnell schlagen. Der Flug muss ruhig und ausgewogen sein. Alles was stört, erhöht den Energiebedarf und damit das Risiko, dass ihnen der „Sprit“ ausgeht und sie abstĂŒrzen

Aerodynamik in der Formation ist das Geheimnis. Wer hinten fliegt, spart Energie; das Leittier fliegt vorne und muss krÀftig sein; es gibt den Takt vor und navigiert.

Vorne fliegen - also Verantwortung ĂŒbernehmen - bedeutet in der Regel auch den meisten Widerstand zu erfahren. Aber ohne Menschen, die Verantwortung ĂŒbernehmen, geht auch im richtigen Leben nichts.

Jede Formation braucht mehrere solcher erfahrener Leittiere, die sich im Abstand von fĂŒnf bis zehn Minuten abwechseln mĂŒssen, um nicht völlig zu entkrĂ€ften.

ErmĂŒdet das Leittier an der Spitze, sendet es den nachfolgenden Leittieren ein Zeichen, - meist einen Ruf - mit dem es die notwendige Ablöse signalisiert.

GĂ€nse kennen anscheinend keinen falschen Stolz. – Sie wissen, dass sie das team benötigen. Einer alleine kann auf Dauer auch nicht alles reißen.

Das nĂ€chste Leittier setzt sich also an die Spitze der Formation. Das ermĂŒdete Tier zieht sich in den hinteren Teil der Formation zurĂŒck, wo es wieder neue Kraft tankt. Wer lĂ€ngere Zeit in der ruhigen Zone geflogen ist, zieht wieder nach vorne und leistet fĂŒr einige Zeit wieder Schwerstarbeit.

Auszeiten sind Gold wert, wenn man am Ende der KrĂ€fte angelangt ist. Das biblische Prinzip eines freien Tags in der Woche ist wertvoll, nicht nur, wenn man viel Verantwortung trĂ€gt und einen stressigen Job hat. Das gilt fĂŒr MĂŒtter genauso wie fĂŒr Firmenchefs.

Kann eines der Tiere in der Gruppe ĂŒbrigens nicht mehr mithalten, lösen sich zwei GĂ€nse aus dem Formationsverband und begleiten es zu Boden, um ihm zu helfen und es zu beschĂŒtzen. Dort bleiben sie so lange bei dem schwachen Tier, bis es entweder wieder  weiter fliegen kann oder stirbt. – RĂŒcksicht, Pflege und Begleitung – die GĂ€nse machen es uns vor.

Wenn alle Tiere einer GĂ€nseformation unbeschadet ihr Ziel erreichen, dann liegt das vor allem in ihrem unglaublichen, selbstlosen Gemeinschaftsdenken begrĂŒndet. Und von Gottes Schöpfung können wir viel lernen:

- WĂŒrden Menschen, die das gleiche Ziel ansteuern, sich ebenso unterstĂŒtzen wie es die GĂ€nse tun, dann könnten sie dieses Ziel viel leichter und schneller erreichen.

- WĂŒrden sich Menschen bei anstrengenden Aufgaben ebenso abwechseln, wie es die GĂ€nse tun, dann wĂŒrden diese Aufgaben viel leichter erfĂŒllt werden können. Weniger wĂŒrden ausbrennen, krank werden oder gar aufgeben.

Die Bibel sagt in Philipper 2: „Macht meine Freude völlig, indem ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmĂŒtig und auf das Eine bedacht seid. Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst. Jeder schaue nicht auf das Seine, sondern jeder auf das des anderen. Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war.“

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Veröffentlicht am 21.04.2009 © Karsten Gosse
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