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Bernhard Langer und Ich…

 (Bild: Buch Cover, B. Langer, Höhen und Tiefen meines Lebens, SCM Hänssler)…tu’s .

Obwohl Chaplains und Sportseelsorger dank ihrer Arbeit öfter mal mit den Reichen und Berühmten dieser Welt zu tun haben, ist es in unserem – von Spenden finanzierten – „Gewerbe“ ein Prinzip, diese nicht aufzufordern, Geld in uns oder unsere Arbeit zu investieren. Egal, ob das Profisportler sind oder solche, die multinationale Unternehmen leiten und von berufswegen ständig um die Welt jetten. Bei dem, was wir als Seelsorger tun, muss es um sie als Menschen gehen, nicht um ihr Geld oder das Sonnen in ihrem Ruhm. Alles andere macht unseren Dienst  – auch den von ICHTU’S – unglaubwürdig. (Bild: Buch Cover, B. Langer, Höhen und Tiefen meines Lebens, SCM Hänssler)

Immer wieder werde ich zum Beispiel gefragt, ob ich mit Bernhard Langer schon Kontakt aufgenommen habe. Hintergrund der Frage ist, dass man meint, er könne die Arbeit von ICHTU’S ja unterstützen. Nichts liegt mir ferner als das. Nur, weil Bernhard Langer und ich dieselben Leidenschaften teilen (Golf und Glaube), darf das doch nicht bedeuten, dass man Menschen wie ihn wie eine zu melkende Kuh betrachten darf.

Gut verdienende Golfprofis, die wie er, entschiedene Christen sind, gibt es zwar einige (vor allem in den USA), aber mich würde vor allem interessieren, von ihnen zu hören und zu lesen, was sie an Jesus Christus so fasziniert. Fragen habe ich eine Menge. Lust, mit ihnen eine Privatrunde Golf zu spielen, oder sie als Caddie vier Tage auf einem Turnier zu begleiten, wäre sicher ein Traum. Aber sie nach Geld zu fragen? No way!

Wichtiger als Geld und Spenden für ICHTU’S ist, dass Menschen durch unsere Arbeit etwas bekommen. Unser Auftrag ist zu geben. Die Seele der Leute muss wichtiger sein als ihr Portemonnaie.

Da rufen zum Beispiel Leute an, die auf unserer Internetseite von meiner Burnout-Erfahrung gelesen haben. Wir kennen uns zwar nicht persönlich und doch reden wir ein paar Stunden über persönliche Nöte. Da gehen Eheleute durch eine Krise und fragen, ob wir Zeit für sie haben. Wenn ein Manager fragt, ob ich ihn besuchen komme, weil er reden muss, dann bin ich mittendrin in dem, wozu ICHTU’S ins Leben gerufen wurde. Wenn die Arbeit von ICHTU’S mich persönlich mit Menschen in Verbindung bringt, denen ich helfen kann, dann  gehe ich abends erfüllt und dankbar ins Bett.

Dass unsere Arbeit und das Projekt ICHTU’S sich lohnen, brauchen wir uns nicht einzureden. Wir erleben das. Das Wissen um den Sinn und Nutzen kann uns keiner nehmen. Golfer für Christus zu begeistern und hoffentlich immer mehr Christen für Golf – das lohnt, ist aufregend und erfüllt.

Selbst nicht so viel zu haben und zu verdienen wie die, die wir erreichen wollen, wird uns nicht davon abhalten, auch das letzte Hemd zu geben, damit sie ins Nachdenken kommen über das, was im Leben wirklich zählt. Jesus hat mal gesagt: „Ich bin gekommen, dass sie das Leben und volle Genüge haben!“ – Damit meinte er ganz sicher nicht Geld oder Wohlstand, sondern Lebenssinn, Erfüllung und Zufriedenheit.

In diesem Sinne bleiben wir dran an unserem Auftrag. – Koste es, was es wolle.

© Sportpastor Karsten Gosse, ICHTU’S – Christen im Golfsport e.V.

Veröffentlicht am 17.12.2010 © Karsten Gosse
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